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Rätsel: Riesenknaller

kuwait-252613_1280BUMMMM! Zugegeben: zu hören war nichts, aber nichtsdestrotrotz war es die größte Explosion, die die Menschheit je erlebte. Gegen sie hat eine Wasserstoffbombe die Wirkung des Regentropfens, der gegen mein Bürofenster klatscht und im Weiteren ohne Auswirkungen seinen traurigen Weg Richtung Erdboden antritt. Hätte es damals schon Fotoapparate oder Videokameras gegeben – Schnappschüsse für die Ewigkeit wären entstanden. So müssen wir auf das Wort von Chinesen und Japanern vertrauen.

Während Sterngucker heute aber zu nachtschlafender Zeit Raumstationen, Sternschnuppen und dergleichen Epochales betrachten, hatten damals auch die Langschläfer ihren Anteil am kosmischen Schauspiel: 22 Monate soll es gedauert haben, in den ersten Wochen war es sogar tagsüber zu sehen. Es klingt fast mystisch: Ein funkelnder Stier gebar einen nebligen Krebs – quasar, ach nein, pulsar. Definitiv in das Reich der Legendenbildung kann man aber die These verweisen, dass die Amerikaner das Feuerwerk zu ihrem Nationalfeiertag veranstaltet haben. Immerhin wussten die Amerikaner im 11. Jahrhundert noch gar nicht, dass sie Amerikaner waren. Von welcher kosmischen Katastrophe ist die Rede?

 
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Verfasst von - 27. Oktober 2014 in Quiz

 

Rätsel: Journalist und Revoluzzer

colored-pencils-374771_1280In verschiedene Rollen war er geschlüpft, doch so recht wollte der Erfolg sich nicht einstellen. Autorennen war er gefahren, hatte Menschen in Trance versetzt und nun war er Journalist geworden – mit revolutionären Ideen. Es wird kolportiert, dass sie daher kommen, dass er als Kind zu viel mit Murmeln gespielt habe. Wie auch immer, nur kurz nach seinen Engagement als Journalist präsentierte er der Welt seine Erfindung. Die Tinte unter dem Patent war quasi gerade trocken, da musste er seine Heimat auch schon verlassen und zog mitsamt seiner Familie ans andere Ende der Welt, nach Argentinien. Heute gibt es dort zu seinen Ehren sogar einen Feiertag. Er verkaufte seine Patente zu einem recht erklecklichen Preis und entwickelte seine Erfindung ständig weiter. Sogar in seinem Bad testete er. Die ganze Familie wurde eingespannt.

Seine Erfindung wurde ein Schlager. Sogar Piloten nutzten die günstigen Hightech-Geräte. Nach Anfangsschwierigkeiten warf er in den USA seine Produkte unter die Leute. Über die USA kehrte die Erfindung nach Europa zurück. Deutsche Uhrenhersteller zahlten horrende Lizenzgebühren, damit auch sie in dem boomenden Markt mitmischen konnten. In England tragen die von ihm entwickelten Geräte heute noch seinen Namen. Es steht zu vermuten, dass auch Imre Kertesz auf die Erfindung seines Landsmanns zurückgriff, die heutzutage geradezu verramscht wird. Wer war der Revolutionär und welchen beliebten Werbeträger erfand er?

 
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Verfasst von - 22. Oktober 2014 in Quiz

 

Rätsel: Der Welt bekanntester Insektenvernichter

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frühzeitig cool aussehen pixabay.com/7158

Das Rätsel dieser Woche dreht sich um kleine und große Plagegeister. Der große Plagegeist hatte seinen Auftritt 1984. Die kleinen – naja – die bleiben uns erhalten bis in heutige Zeiten. Ob der kleine Alois schon von Kindesbeinen an wusste, was er mit seinem Leben machen wollte? 20 Jahre war er alt, da hatte er schon den Olymp seiner Zunft erklommen und mochten da andere starke Männer kommen und gehen: Er blieb – allerdings nicht in seiner Heimat. Es zog ihn ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort nutzte er seinen Ruhm als Sprungbrett und arbeitete sich beständig höher in die upper class hinein. Tatsächlich erwarb er sich als Immobilienmakler ein kleines Vermögen. Neben seiner Arbeit studierte er Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Und dann heiratete er auch noch prominent. Allerdings eine Vertreterin des falschen politischen Lagers. Das tat seiner Popularität aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Es machte ihn offenbar auch attraktiv genug, um politisch in fremdem Terrain wildern zu können. Das Verhältnis zu seiner Heimat indes trübte sich ein. Den Ehrenring seiner Heimatstadt gab er zurück, die Namensrechte am örtlichen Stadion forderte er zurück, um einer “Entnennung” zuvorzukommen. Gerne präsentiert er sich auch als Motorradfahrer, obwohl er für seine Wahlheimat keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Das nennen wir kule akschn. Mittlerweile ist die Akschn nicht mehr so cool. Da war was mit der Putzfrau und auch in der Politik ist es ruhig geworden. Wer ist der gesuchte Ex-Sportler, der Sarah Connor erschießen wollte?

 
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Verfasst von - 29. September 2014 in Quiz

 

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Rätsel: Tausendundeine Nacht im 21. Jahrhundert

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Auf moderne Beleuchtung wurde schon umgestellt. pixabay.com / tpsdave

Im Rätsel heute geht es um 1001 Nacht – Scheherazade, die Geschichten von Aladin, dem berühmten Sesam, dem Vogel Rokh … Da gehen unsere Gedanken doch spazieren und wir sehen Abu, den Dieb von Bagdad, quasi vor dem geistigen Auge, wie er balancierend durch die Dunkelheit … ich schweife ab. 1001 Nacht – das gibt es auch noch heutzutage. Ein halbierter Staat mit nur einem Nachbarn und einem absolutistischen Herrscher – ja, auch das 21. Jahrhundert hat seine Anachronismen. In der Weltrangliste rangiert das Land unterhalb von Platz 160. Armes, unterentwickeltes Drittwelt-Land … Von wegen: Eines der höchsten Bruttoinlandsprodukte der so genannten dritten Welt, ein Pro-Kopf-Einkommen von knapp 10.000 Dollar im Jahr. Woran mag das wohl liegen?

Außerdem versteht man dort Hochzeiten zu feiern wie nirgends sonst. Ein Brautstrauß aus Gold und Diamanten; 2000 prominente Gäste können mühelos im Eigenheim des Gastgebers untergebracht werden. Wahrscheinlich hat der Besitzer dafür keinen Bausparvertrag benötigt. Da bleibt mir nur ein „Yak Allah lanjutkan La Uist Uli tuanku” Wie heißt das Land, in dem1001 Nacht noch Realität ist?

 
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Verfasst von - 22. September 2014 in Quiz

 

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Rätsel: Dufte!

zitrus-354152_640Im heutigen Rätsel ist ein Gaumenkitzler für kultivierte Männer gesucht. Die Legende spricht von einem dankbaren Mandarin, der eine erste Probe des gesuchten Gutes als Geschenk an einen Briten übergab. Eine freche Lüge, denn obwohl China als das Mutterland der wichtigsten Zutat gilt, wird das gesuchte Genussmittel in China so nicht konsumiert. Wen das nicht überzeugt: Der Empfänger des Geschenks und gleichzeitig der gesuchte Namensgeber, hat China niemals besucht …

Sein übernächster Nachfolger war zwar ein großer Fan von Ballsportarten mit unförmigem Spielgerät in der neuen Welt, aber ob er auch ein Fan adeliger Geruchsstoffe war, wird nicht kolportiert. Eigentlich müsste man das von einer Person seines Standes jedoch erwarten können (nomen est omen).

Um das Kosmopolitische an diesem Rätsel aber komplett zu machen: Ein Teil der Lösung ist türkischen Ursprungs – zumindest etymologisch. Übrigens lehren die Abenteuer der nächsten Generation, dass das Getränk auch noch im 23. Jahrhundert konsumiert wird – von Männern hohen Standes. Deutsche haben 2012 insgesamt 18.960 Tonnen des Grundstoffs vertilgt. Welches Getränk, das Nachtfalter-Assoziationen verursacht, wird hier gesucht?

 

 
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Verfasst von - 15. September 2014 in Quiz

 

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Rätsel: Das Geheimnis des Turbans

old-man-60806_640Rätselhafte Geschichten sind bisweilen so einfach zu finden. Man muss nur auf die modernen Methoden der Technik zurückgreifen. Haben Sie schon mal Google gebeten,  englische Seiten für Sie zu übersetzen? Liest sich wie eine Mischung aus Yoda und Buchstaben-Suppe. Seien Sie jetzt verwundert nicht … “
Zuerst berichtet in 1304 im Besitz des Rajah von Malwa später fiel es in die Hände des Sultan Baber. Für die folgenden zwei Jahrhunderte war es der Mogulkaiser. 1739 drang Nadir Shah von Persien Delhi ein. Seine systematische Plünderung der Stadt konnte den sehr großen gesuchten freilegen nicht, aber dann wurde er durch eine der haremfrauen erklärt, dass der eroberte Mogulkaiser sie innerhalb turban sein versteckt hatte. Nutzen aus einer orientalischen Gewohnheit ziehend, lud Nadir Shah seinen Gefangenen zu einem Fest ein und schlug vor, dass sie turbans austauschen. Zurückziehend vom Fest, entrollte er das turban und befreit den großen. Ihn sehend, schrie er …” – ja, was schrie er denn?

Bevor Sie an Googlelitis eingehen noch ein paar zusätzliche verwirrende Sätze in echtem Deutsch. Gesucht ist ein metastabiler Werkstoff, den auch die Beatles besungen haben und der bei der Herstellung von Fahrrädern große Tradition hat. Der von Google beschriebene älteste bekannte Vertreter seiner Zunft würde wohl vor Neid erblassen, wenn er sein Gefängnis verlassen und zum Zentauren reisen könnte. Gegen diesen Zwerg ist er nur eine kristalline Mikrobe.

 
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Verfasst von - 8. September 2014 in Quiz

 

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Cloud Computing: Das persönliche Recht auf geschützte Nacktfotos

legs-393263_640Promi-Nacktfotos! Früher war das Codewort dafür, alles stehen und liegen zu lassen noch “Freibier”. Ob es kriminelle Energie ist oder doch nur der Wunsch, auf effizienteste Weise einer technikhörigen Generation den Spiegel vorzuhalten, wird sich wohl nie recht herausfinden lassen. Die Veröffentlichung von einem ordentlichen Paket Nacktfotos weiblicher Promis hat nicht nur den Datenverkehr aufs Neue angekurbelt, sondern auch ein vielfältige Echo im Web und in den Social Media ausgelöst.

Die Unschuld vom Lande

Zweifelsohne – das will ich voranstellen – sind die Damen zu Recht entrüstet und pochen feste auf das Recht am eigenen Bild (und seien sie noch so entblößt). Aber andererseits offenbart das für mich frappierende Ähnlichkeit zu einem Vorfall meiner Jugend. Da hatte ein Freund auf dem Fahrrad ein stehendes Auto (irregulär) rechts passiert. Und wurde durch die geöffnete Tür vom Rad geschleudert. Bei der Gerichtsverhandlung erhielt er 40 Prozent Schuld für den Vorfall, der Autopassagier 60.

Was ich damit sagen will: Eine Überschrift wie “Keine Nacktfotos sind auch keine Lösung“, die x-fach widergekäut wurde, symbolisiert für mich einen dramatischen Mangel an Durchblick. Oder eben wieder nur eine stillschweigende Akzeptanz der Tatsache, dass es völlig normal ist, sich nackt abzulichten und dann die Bilder einer unpersönlichen Cloud anzuvertrauen – im 100%igen Vertrauen darauf, dass schon nichts passieren wird. Wir erwarten ja nur, dass alles so funktioniert, wie wir uns das wünschen. Eine weitere Auseinandersetzung mit dem technischen Brimborium ist nicht nötig. Eine Haltung, die Apple & Co. massiv gefördert haben.

Was? Da sind Kriminelle unterwegs?

Allein in der letzten Woche habe ich (und ich habe nicht gezielt danach gesucht) von drei Hackerangriffe gelesen – wenn wir mal die für die Historie der Welt völlig unbedeutende Promiattacke außen vor lassen. Der erste ging gegen eine Reihe von US-amerikanischen Banken, der zweite gegen norwegische Öl-Unternehmen, der dritte gegen die US-Heimwerkerkette Home Depot. Cyberkriminalität ist ein Wirtschaftsfaktor geworden. Allein in Deutschland entstanden 2013 42,6 Mrd. € Schaden. Die Schätzungen für den weltweiten Schaden belaufen sich auf eine halbe BILLION Dollar. Auch wenn ich davon ausgehe, dass McAfee hier großzügig und bar jeglichen exakten Wissens (weil Cyberkriminelle selten ihre Bücher beim Finanzamt vorlegen) geschätzt hat, sollte sich jeder bewusst sein, dass man heute nicht mehr in den nächtlichen Gassen einer Großstadt rumlungern muss, um überfallen zu werden. Noch ein Hinweis hierzu: Die Superhelden, die in solchen Momenten immer pünktlich auftreten, sind reine Fantasiefiguren.

Man lernt nie aus

Man sollte meinen, dass ein bisschen gesunder Menschenverstand oder wenigstens der Schaden anderer klug macht. Hatten wir nicht die Hoffnung, dass das kollektive Wissen, das wir im Internet anhäufen, uns immer klüger macht? Bereits 2012 war ein Hacker verurteilt worden, der ebenfalls Nacktfotos von Promi-Damen im Netz verbreitet hatte.

Auch wenn das hier niemand lesen wird – zumindest nicht diejenigen, die es sollten: Der einfachste Weg, ein weiteres Nakedgate zu vermeiden, ist, dass ihr aufhört, Euch nackt zu fotografieren. Ganz ehrlich: Wie exhibitionistisch muss man veranlagt sein? Oder steckt dahinter der Wunsch, sich im hohen Alter nochmal vor Augen halten zu können, wie schön wir mal waren? Aber wenn man ich mich schon nicht zurückhalten kann, dann muss ich ja nicht unbedingt ein Handy verwenden, das mir vorher mitgeteilt hat, dass ich alle Daten so schnell wie möglich “mit der Cloud” synchronisiere, damit ja nichts verloren geht. Immerhin sind ja alle Daten per se schützenswert. Übrigens, Apple, meine Bilder vom Gemeindefest waren damals leider verschollen ;)

Bitte Hirn einschalten

Ich verweise an dieser Stelle auf Emma Watson, die die kluge Hermine offenbar nicht nur vorgegaukelt hat: “Ich mache keine Selfies, wenn ich nackt bin.” Könnte sie ihren Kolleginnen mal ins Poesiealbum schreiben. Oder müssen wir das jetzt unseren Kindern empfehlen?

Ich hege die Hoffnung, dass unser Naked-Promi-Leak etwas Gutes hat: Eine Sensibilisierung dafür

  1. wie wichtig uns diese tragbaren Computer geworden sind, dass wir sie für einfach alles zu jeder Zeit verwenden
  2. welche ungeheure Vertrauenseligkeit wir in die Technik und die großen Technikkonzerne haben
  3. wie wir mit unseren Daten umgehen
  4. wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt

Ah, ich muss jetzt Schluss machen. Ich muss mein tägliches Nacktselfie machen. Oder … vielleicht doch nicht. Ich glaube, damit täte ich weder mir noch der Cloud einen Gefallen ;)

Ihr/Euer
Martin/Reti

 
 

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