RSS

Rätsel: Gigantische Standort-PR

flaggenmast

Man sagt: Der Gesuchte hat seine Spuren in der Zeit hinterlassen. Hier eine moderne Nachbildung

Im Rätsel dieser Woche schließen wir uns einem historischen Ausflug an.

Nein, nicht Kriegsschiffe, sondern prächtige Galeeren hatten die Handwerker für die große PR-Tour gezimmert. Hohe Reisende hatten sich angekündigt: Fürsten, Gesandte, sogar eine Kaiserin war darunter. Sie alle sollten die Pracht des neuen, größeren Landes kennenlernen. Einwohner der eroberten Gebiete zeigten Reiterspiele, blitzsaubere Dorffassaden konnte man entlang des Flusses bewundern. Abends dann Feuerwerk und Festessen. War man noch im Januar im kalten Norden mit Schlitten und Pferd gestartet, so gelangte man täglich immer weiter in südliche Gefilde und bestieg dann die Schiffe. Ein gedruckter Reiseführer pries die Schönheiten der Strecke. Und der Organisator des ganzen Happenings fläzte auf seinem Diwan – scheinbar beschäftigt mit seinem Schachspiel. In Wirklichkeit aber hatte er die Reise minutiös geplant, nachdem er zuvor die bereisten Gebiete erobert hatte. Nichts wurde dem Zufall überlassen, um seiner Dienstherrin zu gefallen und der ausländischen Prominenz die grenzenlosen Fähigkeiten des Landes vor Augen zu führen. Die Reise endete dort, wo Jahre später einer der besten Filme aller Zeiten gedreht wurde – der im Titel den Namen des Reiseorganisators trägt. Wer ist der gesuchte Einäugige?

 
4 Kommentare

Verfasst von - 20. August 2014 in Quiz

 

Schlagwörter:

60 Sekunden im Internet – Infografik

Digitale Transformation klingt ein wenig abgehoben. Aber wenn man so ein Schlagwort mit Zahlen hinterlegt, sind wir immer beeindruckt und können ermessen, was das Internet in den knapp 25 Jahren seines Bestehens verändert hat. 1993 wurde laut Wikipedia lediglich ein Prozent der globalen Information über das Internet transportiert, im Jahr 2007 waren es 97 Prozent.

Die Welt wird digital

Mit dem Internet sind Unternehmen wie Google, Amazon, eBay groß geworden. Und die schicken sich von ihrer Bastion aus an, auch den realen Teil der Welt immer stärker zu beeinflussen. Zu ihnen gesellen sich weitere neue Spieler, von denen man aber nicht weiß, ob sie sich durchsetzen werden. Ihnen allen gemein ist, dass sie im Moment eine relevante Bedeutung erzielt haben, die sich mit Zahlen gut untermalen lässt.

Wer etwas Zeit mitgebracht hat, darf gerne nachvollziehen, wie wir zu unseren Zahlen gekommen sind und welche Quellen wir bemüht haben. Dann kann er sich selber ein Bild von deren Glaubwürdigkeit zu machen, denn mehr denn je gilt heute das Bonmot von Marcel Achard: “Es gibt zwei Steigerungsformen der Lüge: die Diplomatie und die Statistik”.

Die ausführliche Diskussion der Zahlenqualität findet sich im divia-Blog.

divia_Infografik_60_sekunden

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 18. August 2014 in Social Media

 

Schlagwörter: ,

Meine Cloud ist tot

“Mein Auto ist gestorben, es springt mich nicht mehr an. Obwohl ich schon geflucht hab, so laut wie ich nur kann …” – ich kann es nicht besser ausdrücken als Fredl Fesl, der große Poet an der Gitarre. Ja gut, das war vor 30 Jahren, als das Auto im Graben lag und nicht mehr tat. Heute – Zeichen des digitalen Wandels – gibt es das natürlich nicht mehr. Oder besser gesagt: Wir haben Alternativen gefunden im Internet. Die menschlichen Reaktionen bleiben aber dieselben. Beruhigend zu sehen, dass sich manches – trotz dynamischerer Welt – nicht verändert.

Am Montag sollte unser lange vorbereiteter Blogpost bei der divia erscheinen: 60 Sekunden im Internet – mit eigener Infografik auf Basis umfangreicher eigener Recherchen. Steckte viel Arbeit drin und wir haben uns schon gefreut auf die Publikation. Aber dann war unser Web-Auftritt übers Wochenende verstorben. Die üblichen Prozesse liefen an.

Machen Sie mit mir also eine Zeitreise zurück zum 11. August. Anfrage an den Dienstleister: “Was ist da los?” “Weiß ich nicht. Ah, siehe da, zwei Festplatten sind kaputt. Aller Voraussicht nach läuft das heute Mittag wieder. Dann spielen wir die Backups vom 3. August ein”. 3. August? Zum Glück haben wir den Post etwas langfristiger geplant. “Na prima, dann können wir ja heute noch publizieren”. Aber es kommt (natürlich), wie es kommen musste: Am Dienstag dasselbe Spiel, am Mittwoch … Mittlerweile ist Donnerstag – täglich grüßt das Murmeltier. Meine Homepage ist gestorben …*

Das Zeitalter der Cloud

Und das in einem Zeitalter, da sich alle IT-Dienstleister mit dem Label “Cloud” schmücken. Jetzt habe ich wieder mal eine eigene Erfahrung “mit der Cloud” gemacht – unersetzlich. Besser als alle theoretischen Diskussionen über dreifache Spiegelungen in verschiedenen redundant ausgelegten Rechenzentren in verschiedenen Zeitzonen, Ressourcenpools, adaptive Kapazitätsanpassung.

Natürlich schmücken sich viele Web-Anbieter mit einem Cloud-Label. Aber – und das ist der wichtige Merksatz heute – “aus der Cloud” bedeutet noch lange nicht “auf Basis von Cloud (Computing Technologie) produziert”. Nur weil ein Dienst im Internet (der “Cloud”) verfügbar ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er technisch so konzipiert ist, dass er auch in jedem Fall funktioniert (und wir sprechen hier nicht von unerwarteten Lastspitzen, sondern nur von der Aufrechterhaltung des Betriebs einer einfachen Webseite bzw. deren Wiederherstellung). Oder anders gesagt: Eine Reduktion der Definition von Cloud Computing auf “network accessed” trägt halt nicht. Ein zentrales Versprechen der Cloud-Befürworter war schon immer, dass keine Daten verloren gehen, weil das Internet ja nichts vergisst – um es zugespitzt zu formulieren …

Funktionstüchtigkeit ist aber die Erwartungshaltung von Nutzern an Webdienste. Eindrücklicher kann sich der Unterschied zwischen Cloud-gewaschenen Angeboten mit Sprachspielerei und der realen Abbildung von Cloudkonzepten kaum zeigen.

Leben mit Ausfällen der Cloud

Outages, Ausfälle bei Cloud-Anbietern, sind nicht ungewöhnlich. Nicht selten, aber auch nicht gerade an der Tagesordnung. Vielleicht sind wir deswegen so verwöhnt und fühlen uns beruhigt über Verfügbarkeiten von 99,9 Prozent. 2013 trugen sich auch Namen wie Amazon, Google, Microsoft in die Hitliste der Cloud-Ausfälle ein. Meist zog sich so was über Stunden oder Minuten hin. (“Die Googlesuche war fünf Minuten nicht verfügbar …”) Am beeindruckendsten war der Ausfall von Verizon Terremark, der Obamas healthcare.gov ins Nirwana zog. Und dafür sorgte, dass HP sich künftig um die Infrastruktur für die Seite kümmern wird.

Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht gelingt es den Experten ja noch, unsere Seite wiederzubeleben oder die dann knapp einen Monat alten Backups aufzutreiben. Und wir berichten nicht über eine Sekunde im Internet, sondern über Wochen, an denen wir nicht am Internetleben teilgenommen haben.

Ich sollte nicht unfair sein: Die Webseite tut heute Morgen wieder. Allerdings stammt der aktuellste Post im Blogverzeichnis vom Januar. Und der Blog kennt mich nicht mehr. Und der Dienstleister teilt mit, dass alle unsere Inhalte seit Launch der Seite (Februar) wahrscheinlich unwiderruflich verloren sind. Wenn ich überlege, wie viel Zeit darin gesteckt hat … Einmal mehr zeigt sich, dass man den Schadensfall als Dienstleister planen sollte. Und dass Diskussionen über Verfügbarkeit, Disaster Recovery keine verschwendete Zeit sind – auch in Zeiten der Cloud.

Und – Danke, WordPress.com. Es hat seine Vorteile, keine eigene Domäne und keine eigene Installation zu haben.

 

Epilog

Zwei gestresst wirkende “Zwei”-Techniker betreten ein riesiges Archiv in einem Keller. Ort unbekannt. Sicherheit – sie verstehen.  “Wo sind denn die Backups abgeblieben? Schnell!” Der Orang-Utan schwingt sich elegant mit gespitztem Mund um die Ecke. “Ugg”. Er deutet auf einen Stapel verschiedener Speichermedien in der Ecke. In der Tradition eines Wimmelbildes weist er auf einen Turm babylonischen Ausmaßes – USB-Sticks, Flashspeicher, Festplatten, ja sogar klassische Musik-Kassetten. Aus einigen Kassetten hängen die Magnetbänder, die sich großzügig im Wirrwarr verlieren … und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen sie noch heute …

Nachtrag 2

was sonst so geschah, während unsere Seite im Sterben lag. Ich wage gar nicht nachzurechnen, wie der Webverkehr durch unseren Seitenausfall eingebrochen ist ;)

infografik_2014_2

60 Sekunden im Internet

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 14. August 2014 in Cloud Computing

 

Schlagwörter: , , ,

Rätsel: Nur eine Schönheitskorrektur?

stadionWieder mal ein Rätsel. Und das, wo nun so viel Zeit vergangen ist. Ach, ich denke, ich schwelge immer noch ein wenig im großen Sieg. Aber nächste Woche, ich versprech’s, wende ich mich wieder anderen Themen zu …

Man könnte an Victor Hugo denken, spielt doch ein Buckliger eine wichtige Rolle in diesem Rätsel. Literarisch gesehen liegen Sie beim ihm aber völlig daneben. Viel ist der berühmte Franzose herumgereist, doch ob er jemals den gesuchten Ort besucht hat, ist ungeklärt. Wäre ja auch kein Katzensprung gewesen. Und dann die sprachlichen Barrieren …  Heut-zutage kommen nicht nur seine Landsleute in Scharen und fotografieren im Schatten des Lammes, was die Kameras hergeben. Mit einer Kamera für Los Normalos lichtet man von hier aus das andere bedeutende Wahrzeichen der Metropole ab, mit einem sehr, sehr guten Teleobjektiv können sich Fotografen weitere “Süßwaren” vor die Linse holen, beispielsweise den nahe gelegenen Nationalpark. Paul, ein Landsmann Victors, hat genau hier das Stadtbild verschönert und gewann nebenher noch bei den olympischen Spielen. Er konnte in seinen fünf Jahren vor Ort vermutlich schon mit der Buslinie 180 oder der Zahnradbahn hochfahren. Womit hat er einen hässlichen Telefonmasten verdeckt?

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 11. August 2014 in Quiz

 

Schlagwörter: , , ,

Rätsel: Fantasy-Roman

windmill-384622_640“Die blaue Pille oder die rote Pille” – Der gesuchte Held entschied sich für die blaue Pille und zog es vor, in seine Matrix zurückzukehren. Ein Psychopath ist der Hauptdarsteller des gesuchten Werkes. Doch wehe, wer ihn verkennt: Er führt eine gewaltige Lanze gegen seine mächtigen Feinde und stellt sich todesmutig allen Bedrohungen der Menschen entgegen. In gleichen Maße wie er wagemutig für die Wahrheit und die Schwachen eintritt, zeigt er Edelmut und Charme gegenüber den Burgfräuleins. Der Friseur und der Pfarrer stellen sich ihm guten Willens entgegen und versuchen ihm die rote Pille einzuflößen. Doch selbst ihre Bemühungen können nicht verhindern, dass er sich immer wieder in Abenteuer stürzt und zerschunden heimkehrt – angetrieben von seiner Sehnsucht, seiner süßen Geliebten zu gefallen. An den wahren Namen seines Helden will sich der Autor gar nicht erinnern. Die Leben von Held und Autor weisen einige Parallelen auf. Er kämpfte bei Lepanto und überstand die Schlacht versehrt. Übrigens geht das Gerücht, dass der Autor am selben Tage wie Shakespeare starb – am Welttag des Buches. Das Werk war so populär, dass bereits wenige Wochen nach Erscheinen verschiedene Raubdrucke kursierten. Ein Trittbrettfahrer machte sich an eine nicht autorisierte Fortsetzung. Der Autor konnte dagegen nichts tun: Er saß gerade wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Aber zehn Jahre später lieferte er seine Fortsetzung: In diesem zweiten Teil mutiert der Ritter dann gemeinsam mit seinem Kampfgefährten zu einem Weisen. Wer beschrieb den liebenswertesten Fantasten der Weltliteratur?

 
3 Kommentare

Verfasst von - 28. Juli 2014 in Quiz

 

Schlagwörter: , ,

Rätsel: Das doppelte Lottchen

Auch diesen Monat ist bei Prozesstechnik Online wieder eines meiner Rätsel erschienen. Zu gewinnen gibt es auch was: Ein Jahresabo “natur”, einen Rucksack und ein Spiel. Na also, wenn das nichts ist ;)

frauenkirche-352537_640Groß oder klein? Wie ein paradoxer Pinsel zieht sich das durch das Leben der Gesuchten: Beide machten sich kleiner, als sie tatsächlich waren und machten von sich reden, indem sie Großes machten – oder reproduzierten. Heute können nur Experten unterscheiden, welcher von beiden die Verantwortung für was trägt. Ein Grund dafür liegt in der engen Bindung an ihre Heimatstadt, die übrigens dafür bekannt ist, dass sie Namens Gleiches Großes zu bieten hat. Aber Maria Theresia brachte Hilfe. Ähnlich Abraham und Lot kehrten Benny und Johann fast zeitgleich ihrer Heimat – in verschiedene Richtungen – den Rücken. Was sich als glücklicher Umstand für die Nachwelt erwies. Immerhin kann man deren Werke seitdem besser auseinander halten. Benny, der schöne Achter, hatte Schuld an dem Verwechslungsschlamassel. „ Wieso eine eigene Marke erfinden, wenn ich auf Johanns Marketing-Maschinerie aufspringen kann?”, mag er sich gedacht haben. Ein kleines Benveduto als letzter Tipp auf der Suche nach den beiden Namensvettern.

Wie hießen sie?

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 24. Juli 2014 in Quiz

 

Schlagwörter: ,

Galerie

Culture Shock: The 2014 FIFA World Cup as Experienced by an American Expat in Germany

martinreti:

Ein US-Amerikaner, der seine ersten vier Spiele der deutschen Nationalmannschaft gesehen hat. Meine Güte – er wird in seinem weiteren Leben sehr viele Enttäuschungen hinnehmen müssen. Aber dieser Bericht hat 11Freude-Niveau ;) Kleiner Auszug: “I thought, “Oh, maybe Germany can deal with these psychos.” And then, BOOM, BOOM, BOOM, BOOM, …”

Ursprünglich veröffentlicht auf Oh God, My Wife Is German.:

FIFA-World-Cup-2014-stadium-fans-arena-crowd-5

Photo by Alexandre Breveglieri — Subject to copyright — https://www.flickr.com/photos/breveglieri/

Until this year, I had never, in all my life, watched a World Cup soccer match. Oh, I caught a few Bundesliga games last year, but they did little more than inform me the Bavarian team (FC Bayern München) is much like the Los Angeles Lakers; they have all the money — and therefore all the star players — and regularly put their foot so far up everyone’s ass they can taste the shoe laces. It comes as no surprise, therefore, the German national team is comprised largely of Bavarian players (though a few come from other German states or different countries entirely). What did come as a surprise — at least to me, an American with absolutely no interest in soccer or sports in general — was just how incredibly good they would be.

FIFA-World-Cup-2014-germany-thomas-muller

Holy flying…

Original ansehen noch 1.507 Wörter

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 15. Juli 2014 in Uncategorized