RSS

Das Versicherungs-Paradoxon

16 Jan

Und wie verdient man damit Geld?“ Manchmal wird spontan das Unternehmer-Gen in mir aktiv. Bei vielen Dingen weiß ich – sobald ich die Preise sehe – wie der Produzent oder Anbieter damit Geld verdient ;-). Aber vor ein paar Tagen hat mich ein Angebot doch wirklich erstaunt. Vielleicht können Sie mir dabei weiter helfen.

Nicht, dass Sie denken, ich hätte hier (mal wieder) etwas Besonderes entdeckt. Mitnichten. Ich durfte nur, wie in jedem Jahr, mit Tränen in den Augen meine Versicherungen bezahlen. Einige von Ihnen werden das kennen (sowohl die Tränen als auch das Bezahlen) ;-). Dabei hat ber verblüffenderweise nicht die x-te Preissteigerung mein Augenmerk auf sich gezogen. Nein. Mir ist der Preis meiner Haftpflichtversicherung ins Auge gesprungen.

Wieso?, werden Sie fragen. Das ist doch eigentlich der kleinste Posten auf meiner Versicherungsliste. Stimmt. Gerade deshalb. Wir reden hier über etwa 60 Euro pro Jahr (Vielleicht haben Sie ja noch ein günstigeres Angebot für mich ;-)). Damit müssen alle Kosten der Versicherung und auch mögliche Schäden abgedeckt sein.

Da ich mich ein wenig in der IT auskenne, weiß ich, was die Speicherung und Verarbeitung von Daten im Rahmen einer professionellen IT so etwa kostet. Dazu kommen noch ein paar Kosten für die Bewertung des Angebotes, wenn ich es abschließe. Das, so sagte man mir, machen immer noch Menschen. Und ein paar Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens wollen sicher auch etwas Geld verdienen. Den Rest habe ich vorher ja im Internet erledigt. Wenn ich da alles, was mir so einfällt, zusammen zähle, dann bleibt nicht mehr viel übrig für mögliche Schadensfälle. Naja, vielleicht passiert ja auch nichts und es muss nichts ausgezahlt werden ;-). Wobei ich immer mir mit einem gewissen Respekt die maximalen Schadenssummen anschaue.

Wenn aber dann doch noch hin und wieder ein Schadensfall hinzu kommt, dann kann es sich ja wirklich nicht mehr rechnen. Dabei denke ich nicht an an die Schadenssumme, die hin und wieder gezahlt werden muss. Nein, im Schadensfall müssen ja wieder Menschen ran. So meine naive Vorstellung. Und selbst wenn ich nur einen Brief bekomme, dass dieser Schadensfall nicht gedeckt ist.

Zuerst dachte ich, dieses Phänomen wäre nur bei meiner Versicherung so. Aber, was soll ich sagen? Das scheint überall so zu sein. Habe ich hier vielleicht ein „Versicherungs-Paradoxon“ entdeckt. Wer weiß. Es gibt noch mehrere, denen dieses Phänomen aufgefallen ist. An prominentester Stelle kann ich hier Gunther Dueck nennen.

Am Ende bleibt bei mir noch die Frage offen. „Wie verdient man damit Geld?“. Oder besser gesagt: „Wie lange muss ich meine Beiträge zahlen, bevor die Kosten meiner Versicherung gedeckt sind?“. Das müssen sicher Jahre sein. Aber vielleicht wissen Sie es besser und können mir helfen.

Wieso ich das wissen will? Das ist doch ganz klar. Ich habe noch immer die Idee, eine Rating-Agentur zu gründen. Dabei darf ich natürlich nicht zu billig sein. In diesem Sinne bin ich immer auf der Suche nach den „wahren Kosten“. Bitte sehen Sie ab, von Empfehlungen, die IT in die „echte“ Cloud zu verlagern. Das wäre verlockend, aber die Rechtssituation bezüglich der Kundendaten ist mir dann doch zu heikel. Aber andererseits … ich bin ja kein Versicherer … also vielleicht doch?

Ihr Michael Pauly

 

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: