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Social Media: Na, Mitgeblackoutet?

28 Jan

Na, heute auch geblackoutet? Oder heißt das outgeblackt? Oder auf gut Deutsch: abgeschwärzt? 😉 „Zensur, Zensur“, schrie die Twittergemeinde. Und rief dann dazu auf, Twitter eine Lehrstunde zu erteilen. „Ha, wir zeigen Dir, wo der Hammer hängt! Schauste mal, wo Du ohne uns bleibst – #Twitterblackout„.

Mir geht es, wie manch anderem Menschen auch, aber ich gebe zu, ich habe vielleicht zu wenig Ahnung: Ich versteh´s nicht. Warum zum einen der Aufschrei, warum zum anderen dieses Sanktionsmittel? Zum einen: Moral, Ethos und Gesetze müssen ja nicht immer dasselbe sein – das dürfte jedem klar sein, aber dennoch wage ich zu entgegnen: Was ist schlimm daran, wenn „böse“* Inhalte weggeräumt werden? Etwas weniger Hass und etwas weniger Töterei mit Worten – das würde die Welt für mich zu einem lebenswerteren Ort machen.

Zum anderen: Ich amüsiere mich Like it ;-)über den Gedanken mir vorzustellen, wie die Twitterabhängigen einen Tag um den Computer herumscharwenzeln und Twitter mit Verachtung strafen. Ehekrise.

„Pah, mit Dir red´ ich doch gar nicht …“ 😉 … um dann gegen 18:00,19:00 Uhr darüber nachzudenken, ob man nicht vielleicht doch einen kleinen Retweet senden darf. Oder unter der Begründung, dass der Tag ja mit dem Sonnenuntergang aufhört, doch einen wichtigen Link zu tweeten. Denn im Kampf um die Informationshoheit und das Twitterimage zählt schließlich jede Millisekunde ;-). Und schließlich könnte der Klout-Score leiden …

Spaß beiseite: Ich wittere eine viel berunruhigendere Haltung. Wir alle in der Web 2.0-Welt nutzen die Dienste, die uns da kostenlos rund um die Uhr serviert werden. Wie auch immer sie heißen mögen. Aber vertrauen, … vertrauen tun wir ihnen nicht. Wir sind wichtig, wir sind mächtig und wir wollen grenzenlose Freiheit im Tun, Denken (Das nennt man wohl Wertewandel … ;-)) und im Tweeten, aber wir misstrauen den Medien, die uns diese Möglichkeit geben. Und natürlich beschweren wir uns, wenn uns jemand unser Spielzeug wegnimmt oder verändert (siehe die Chronik-Diskussion). Was sind wir geworden?

Zum Glück gibt es Menschen wie Daniel Bröckerhoff (@doktordab), die einen zweiten Gedanken investieren und nicht jedem Twittermob hinterher hecheln. Ich sage hier danke für seinen Blogbeitrag – auch wenn er nie davon erfahren wird 😉

Ein etwas nachdenklicher
Martin Reti

p.s. *zugegeben: Darüber kann man trefflich streiten – aber versuchen wir es einfach mal, wie Kinder zu verstehen, dann wird´s nicht zu kompliziert 😉

p.p.s.: Wenn jemand Zahlen hat, die zeigen, wie der Twitterverkehr heute einbrach, bitte her damit.

p.p.p.s: Ich werde den Post jetzt automatisch nach Twitter schicken 😉

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Verfasst von - 28. Januar 2012 in Social Media

 

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