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To google or not to google – Zeitalter der Bevormundung oder das Schlaraffenland des Wissens?

05 Feb
English: Caplin Rous, a six week old pet baby ...

Mahlzeit! Image via Wikipedia

Das kennen Sie sicher auch: Sobald ich ein paar Informationen benötige oder nur mal schnell etwas wissen will, dann konsultiere ich gerne mal das Internet. Schließlich findet sich hier eine ganze Menge Wissen. Und das zum Nulltarif.

Umsonst? Naja, so ganz umsonst gibt es ja bekanntlich nichts. Also auch nicht das Wissen aus dem Netz. Oder soll ich besser sagen aus meiner „Wissens-Cloud“? Die Währung, in der wir hierfür bezahlen, ist eine Informationseinheit über mein „digitales Verhalten“. So weit, so gut. Damit kann ich – auch wenn ich kein Digital Native bin – eigentlich recht gut leben. Oder soll ich besser sagen. Damit konnte ich gut leben.

Denn es kommt in letzter Zeit immer häufiger vor, dass die Suchergebnisse für mich „aufbereitet“ und natürlich mit den bis dahin bei Google über mich vorhanden Informationen vorselektiert werden. Woher ich das weiß? Ganz einfach. Meine Tochter hat vor einigen Tagen für ein Referat, das sie in der Schule halten möchte, meinen Rechner verwendet. Nur um ein paar fehlende Informationen über Ponys und Pferde zu erhalten. Was soll ich sagen: Das Leben ist kein Ponyhof ;-). Auf jeden Fall erhielt ich in den nächsten Tagen immer wieder mal Hinweise hierzu.

Deshalb habe ich einen Wunsch: Liebe Google. Ich will NICHT, dass ihr mir die Arbeit abnehmt, welche Informationen und welches Wissen für mich interessant sind und welches mir, wenn überhaupt, nur ganz weit hinten in der Trefferliste angezeigt wird. Bitte lasst mich SELBER ENTSCHEIDEN.

Wie soll ich denn sonst an neue Ideen kommen oder vielleicht Altbekanntes mal in einem anderen Kontext sehen? Durch solche „unerwünschten Treffer“ ist mir schon mancher gute Gedanke in den Sinn gekommen. Sozusagen der Auslöser, um einfach mal quer zu denken.

OK, Ich kann verstehen, dass man solche Aspekte nur sehr schwer in „Optimierungsalgorithmen“ fassen kann. Deshalb ist mein Verschlag: Macht doch einfach ein Auswahlfeld, in dem ich angeben kann, ob ich eine „optimierte“ Aufbereitung der Suchergebnisse wünsche oder nicht. Vielleicht sparen wir ja sogar ein bisschen Energie, wenn Ihr mir nicht so viel vom Denken abnehmt? Welch ein Werbeslogan „Press ‚No‘ for unoptimized serach and help Google go green“ …

Wenn diese Option dann ausschließlich von mir genutzt würde, dann könnt ihr sie gerne auch wieder entfernen. So ist das nun mal im Cloud-Zeitalter. Und ich weiß dann, dass ich ein Dinosaurier bin. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr von meiner Gattung?

Bis dahin aber heißt es bei mir: „To google or not to google, that’s the question.“ Immer in Abhängigkeit davon, was ich erreichen will. Oder vielleicht kann ich es treffender umschreiben mit: „Googelst du noch oder Bingst du schon?“ Nicht weil die eine Suchmaschine besser ist als die andere. Nein, einfach nur, um hin und wieder mal als unbeschriebenes Blatt loszusurfen, um die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Vielleicht ist ein „Zurück zu vielen Suchmaschinen“ gar nicht so falsch 😉

In diesem Sinne, ich geh jetzt googeln …

Ihr Michael Pauly

 
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Verfasst von - 5. Februar 2012 in Cloud Computing

 

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