RSS

Cloud Computing: Präsident aus der Cloud

23 Feb
Bundesarchiv B 145 Bild-F043317-0043, Bahnhof ...

Das waren noch Zeiten der Kontinuität, Image via Wikipedia

Fieberhaft, aber sehr kurz haben wir DSDP gespielt: Deutschland sucht den Präsidentenstar. Und damit haben wir natürlich eine großartige Chance verpasst, der Cloud zum endlichen Durchbruch zu verhelfen.

The Times they are a´changin´:  Innerhalb von knapp zwei Jahren zwei neue Bundespräsidenten küren zu müssen, ist meines Erachtens neu in dieser Republik. Aber vielleicht auch ein Zeugnis für die Geschwindigkeit, mit der sich Dinge verändern – vielleicht auf Basis des „modernen“ Umgangs miteinander (was keineswegs schlechter oder besser sein soll, sondern eben … anders). Über die These lässt sich wahrscheinlich trefflich streiten, aber es steht nunmal außer Frage, dass die Laufzeiten unserer Bundespräsidenten tendenziell Richtung Atommeiler gehen (nicht absolut, aber relativ = ständig kürzer). Wäre mal zur Abwechslung wieder schön, wenn einer die ganzen fünf langen Jahre durchhielte.

Ich wundere mich, dass die Piraten noch nicht nach einem modernen Präsidenten gerufen haben. Einem Präsidenten, der unbestechlich, unvorbelastet, zuverlässig, leistungsfähig, womöglich geradezu jungfräulich ist. Einem Präsidenten, der erhaben ist über jede Zuflüsterung von Einflussgruppen und immun gegen jegliche Verbindlichkeiten der Vergangenheit – und der auch keine Zeitungen bedroht. Die Lösung liegt für die IT-Kenner auf der Hand: Die Cloud. Wir wollen den Präsi aus der Cloud 😉

Für alle, die mit der Cloud nicht auf Du und Du stehen: Unter Cloud Computing verstehen wir allzeit verfügbare IT bzw. IT-Dienste, die sich dynamisch an die Anforderung der Nutzer anpassen (und ebenso produziert werden), über Netze (zumeist das Internet) nach Bedarf geliefert wird und bei der man nur die Leistung bezahlt, die sie erbringt (das wäre übrigens mal ein interessantes Diätenkonzept ;-))

Die Cloud verheißt Flexibilität und Zuverlässigkeit auch bei hoher Last, sie ist völlig neutral – für alle Zwecke einzusetzen und vor allem hat sie keine Vergangenheit – sie ist vollkommen unabhängig und die investigativen Journalisten können graben, solange sie wollen. Sie werden nichts zu Tage fördern. Im gleichen Zug könnte man übrigens in elektronischen Bibliotheken das Wissen der Ratgeber hinterlegen, so dass sie sogar über die kniffligsten Menschheitsfragen mit einem viel sagenden „42“ richten könnte.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Cloud ist zuverlässig und hält die gesamte Amtsperiode durch, sie bevorteilt niemanden, sie weiß fast alles und entscheidet völlig unvoreingenommen. Wahrscheinlich ist sie sogar kostengünstiger als die aktuelle Humanlösung. Außerdem braucht sie keinen Schlaf. Es gibt keine verflossenen Partner, keine zu jungen Gattinnen, keine zu alten Liebhaber. Menschliche Vorurteile sind ihr völlig fremd.

Ok, ich gebe zu, dass die Repräsentation ein wenig anders wird. Wenn Herr Obama, Kaiser Wladimir oder Stan Sarkozy dem Bundes-Avatar Hallo sagen, das wird sicher zu Beginn ein besonderes Schauspiel sein. Aber ich denke, wir werden uns daran gewöhnen. Das könnte übrigens der Startpunkt sein, die politische Entscheidungsfindung nach und nach in elektronische Hände zu legen. Man bedenke nur die Geschwindigkeit, die wir dadurch gewinnen könnten … und Deutschland wäre endlich wieder innovativstes Land der Erde. Wenn wir unseren Bundesavatar dann noch mit regenerativen Energien betrieben … wow!

Nichts gegen Herrn Gauck, aber ich plädiere für den Präsi aus der Cloud. Die ist per se untadelig  und die Presse kann sich wieder anderen Themen zuwenden 😉

Mit einem fetten Augenzwinkern

Ihr/Euer
Martin/ Reti

 
2 Kommentare

Verfasst von - 23. Februar 2012 in Cloud Computing

 

Schlagwörter: , , , ,

2 Antworten zu “Cloud Computing: Präsident aus der Cloud

  1. Peter

    23. Februar 2012 at 18:25

    Laaangweilig
    und kindisch (42?! was hat das Thema mit dem Film zu tun? Oder wollte der Autor nur mit modernem Trash-Wissen prahlen?)

     
    • martinreti

      23. Februar 2012 at 18:54

      Hallo Peter,

      vielen Dank für das Feedback. Ich hätte das ganze Szenario noch weiter ausgestalten sollen und das „Nutzerszenario“ für Cloud Computing detaillierter erklären sollen. Denn die Vorteile eines elektronischen Präsidenten liegen doch angesichts der vorangegangenen Schlagzeilen auf der Hand, oder? Wie ich schon schrieb: Ich wollte das Thema Cloud Computing ein bisschen humorvoll aufspießen.

      Die 42 bezieht sich natürlich auf den Anhalter durch die Galaxis – auf das Buch natürlich. Dort sucht ja auch ein Computer nachletzendlichen Antworten. Ich habe das verbunden mit dem Gedanken, dass ein elektronischer Präsident dazu wohl auch in der Lage sein könnte.
      Ich finde den Anhalter eher nicht modern – er hat ja schon knapp drei Jahrzehnte auf dem Buckel.

      Mit besten Grüßen
      Martin

       

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: