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Social Media: Lass mal das Netzwerk ran

04 Mai
Kodiak Bär

Wenn der nur IT-Kenntnisse hätte 😉 (Photo credit: Wikipedia)

Haben Sie Lust, ein bisschen Geld nebenher zu machen? Vom PC aus? Ich denke, Sie kennen Sprüche wie diese aus diversen Tweets aber auch Kleinanzeigen. Was soll ich sagen? In Russland funktioniert das offensichtlich. Die Wollmilchsau hat vor einer Weile berichtet, wie pruffi.ru, eine russische Personalberatung, IT-Spezialisten für ihre Kunden rekrutiert. Die haben mit einer eigenen Facebook App 600 Stellen besetzen können.

Wie das geht? Sie denken den „Sozialen Netzwerk-Gedanken“ konsequent zu Ende und machen die Mitglieder der Community zu Mitarbeitern – freiberuflichen Mitarbeitern, versteht sich. Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, dann muss der Berg sich eben mobile Mitarbeiter suchen, die Kontakt zum Propheten aufnehmen oder war das andersrum? 😉

Und die gesuchte Art Mobilität entsteht heute wie ehedem beim Managerspiel über soziale Netzwerke. Die „Freunde“ übernehmen die Rolle des Headhunters bzw. Zwischenhändlers und werfen sich für das Unternehmen ins Zeug – sie werden zu Agenten des Unternehmens. Und das ganz ohne offiziellen Arbeitsvertrag. pruffi beherzigt aber offenbar auch noch einige weitere Voraussetzungen, um zu funktionieren. Das Geschäftsmodell ist einfach, einsichtig und hat einen klaren Fokus (auf IT-Menschen, die sich im Web die Klinke in die Hand geben) :-).

Und das ist schon alles?

Natürlich nicht! Während wir über den richtigen Content diskutieren, den wir unseren Netzwerken bieten, setzt Pruffi auf einen ganz einfachen Weg, die Community auszubauen: Geld. Sie bezahlen ihre „Mitarbeiter“. Der Gedanke selber ist nicht spektakulär neu 😉 Das gebe ich zu. Aber wir denken immer, dass in sozialen Netzwerken alles auf Freundschaftsbasis umsonst läuft und bieten unterhaltsamen oder inhaltlichen „Mehrwert“. Was in einer Wissensgesellschaft auch als Währung zählt.

Pruffi beteiligt stattdessen seine freien Mitarbeiter am Gewinn. Es ist also ein (ziemlich innovatives) Outsourcing-Modell mit einem erfolgsabhängigen „pay per hit“-Modus (also im modernen IT-Sprech: ein Cloud Workforce Model). Denn nur bei erfolgreicher Vermittlung gibt´s Geld. Und Geld (besonders Geld, für das man nur ein paar Tastenklicks braucht) ist nunmal eine hochspannende Triebfeder.

Ich würde es ja angehen wie Eli Wallach und Clint Eastwood in den zwei glorreichen Halunken: Wenn ich einen IT-Experten kenne, schlage ich den jeden Monat einer neuen Firma vor. Dann müsste der nie mehr als die Einarbeitungszeit hinter sich bringen und wir würden den monatlichen Zusatztausender teilen 😉

Das Wechseln des Jobs wird attraktiver als je zuvor, weil noch mehr Menschen finanziell vom Wechsel profitieren. Die Lebensläufe füllen sich im Sauseschritt mit klangvollen Unternehmensnamen, die „intellectual property“ der Unternehmen durchmischt sich zügig. Lebensarbeitsplatz? Passé! Im letzten Ausbauschritt entsteht eine nationale IT-Community, in der jeder jeden kennt. Und in regelmäßigen Zeitabständen trifft man ehemalige Kollegen mit einem großen Hallo wieder. „In welchem Unternehmen arbeiten wir jetzt gerade?“ Und damit sorgt ein dynamisches Geschäftsmodell auf Social Media Basis für einen Umbruch im Arbeitsleben. 😉 Ok, ich denke, bis zur großen Umwälzung wird´s noch ein bisschen dauern.

Muss jetzt weg – schaue jetzt mal meine Xing-Kontakte durch, wen ich Pruffi empfehlen kann. Achso, die sollten auch noch Russisch können 😉

Mit besten Wochenendwünschen
Ihr/Euer Martin/ Reti

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