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Social Media: Die Mühen des Titanen

15 Jun
Football gloves of Oliver Kahn

Dass das Twittern mit denen nicht so recht funktioniert, kann man nachvollziehen 😉 (Photo credit: Wikipedia)

Ist Social Media eine Form des Jugendwahns? Oder lediglich ein Spielfeld, auf dem sich die Schadenfrohen tummeln und nur darauf warten, den Unbedarften vorzuführen? Kein Wunder, dass mancher sich vor dem Einstieg scheut.

Es gibt so Tage, an denen ist man als Blogger einfach glücklich. Da weiß man kaum, über was man schreiben soll – so viele Ideen prasseln da auf einen ein. Es wäre ja beispielsweise so naheliegend, heute mal wieder was über Twitter zu schreiben …

Immerhin haben der High-Level-Zickenkrieg in Frankreich und Sonja Abrahamsson, die aktuelle Halterin des  @Sweden-Accounts, mit ihren Judentweets reichlich Steilvorlagen geliefert. Ganz ehrlich – daneben verblasst doch die Tatsache, dass ein Ex-Weltklassetorwart sich mit dem Tweeten schwer tut

Wir halten daher zumindest mal drei Social Media Wahrheiten fest:

1. Soziale Medien sind bisweilen doch recht transparent – jeder größere Reinfall spricht sich schnell rum.
2. Soziale Medien sind unkontrollierbar. Ist das Feuerchen mal angezündet, dann schwelt es weiter und legt auch Brandnester in der Web- und Printwelt.

3. Schadenfreude ist die schönste Freude (oh, das ist ja gar keine Social Media spezifische Wahrheit) 😉

Zurück in den kalten Krieg: Strategie der Abschreckung?

Was durch die Schadenfreude in jedem Fall geschieht: Diejenigen, die ohnehin Berührungsängste mit den neuen Medien haben, werden nachhaltig abgeschreckt. Gleichzeitig versuchen uns die Protagonisten von Social Media aber zu erklären, dass alle „da reinmüssen“. Und da tut sich dann wohl eine Zwickmühle auf. Insbesondere für Menschen, die sich in den über 40 Jahren ihres Lebens mit anderen Dingen (womöglich sogar sehr erfolgreich) beschäftigt haben.

Müsste die grundlegende Frage nicht lauten: Wie können wir die Reservierten, die Abweisenden erreichen? Wie können wir einladend sein und vielleicht sogar verständnisvoll für Einsteiger? Und ihnen nicht direkt ins Gesicht zu schleudern, wie viel Ahnung „wir“ und wie wenig „sie“ haben?

Die Realität aus Unternehmenssicht

Social Media muss sein, skandieren wir. Muss Social Media sein? Ein Großteil der Unternehmen sieht das immer noch anders und positioniert sich damit als Gegenpol – was für die Social Media Branche insofern tragisch ist, da der Erfolg des Modells auch damit zusammenhängt, was so an Geld in das Experiment fließt. Und natürlich welche Mehrwerte generiert werden. Passenderweise tragen die „Katastrophen“, „Debakel“ und „Schittstürme“ nicht unwesentlich zum Bild der Social Media bei den Unternehmensverantwortlichen bei – und damit schließt sich der Kreis. Die Abschreckung funktioniert.

Aber nicht nur die Unternehmen, auch die Mitarbeiter sind keineswegs Social Media hörig. Im Global Workforce Index von Kelly Services artikulieren immerhin etwa die Hälfte der 170.000 Befragten die Besorgnis, dass die Arbeit unter dem zunehmenden Einsatz von Social Media leidet. Mitarbeiter ist eben doch nicht Mitarbeiter – was für den einen (wahrscheinlich jüngeren) ein absolutes Muss ist, das zaubert dem anderen (der Titanengeneration) in Sekundenschnelle die Schweißperlen auf die Stirn: „Sie müssen ab nächsten Monat regelmäßig posten. Legen Sie sich schon mal ein paar Profile in sozialen Netzwerken an. Das ist doch kinderleicht …“ Ich bin sicher, dass mancher MItarbeiter sehr froh ist, wenn sein Unternehmen sich als Schutzschild vor ihn stellt und proklamiert: „So ein Zeug kommt uns nicht  ins Haus. Basta!“ Puh …

Gleichzeitig muss man sich als Unternehmen aber natürlich auch darüber klar werden, dass man damit einen großen Teil der jüngeren Generation vergrätzt. Und auf die zuzugehen, hat mit Jugendwahn nicht unbedingt was zu tun … Eine echte Herausforderung …

Jetzt verfolgen wir mal, was der @oliverkahn auf Twitter so treibt. Eine gute Möglichkeit, ihn ein wenig zu ermutigen, wäre ein Geburtstags-Tweet – den feiert er nämlich heute 😉

Mit besten Wochenend-Grüßen
Ihr/Euer Martin/ Reti

 
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Verfasst von - 15. Juni 2012 in Social Media

 

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