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Blogparade: Apfelstrudel-Attacke!

24 Dez

timeline2_ 014Ja, Dorothee hat zur Mini-Weihnachtsblogparade aufgerufen. Aber nun habe ich gar keinen blassen Schimmer, was ich denn dazu so schreiben könnte. Weihnachtsrituale? Ich muss mich schon anstrengen, um ein paar typische Dinge für unsere Familie zu entdecken, die anders sind als anderswo.

Heutzutage bearbeiten wir Weihnachten tatsächlich sehr rituell: An Heiligabend kommen wir nach dem Familien-Gottesdienst und dem Krippenspiel im großen Familienkreis bei Oma und Opa zusammen. Da gibt es belegte Brötchen, eine Geschichte und Weihnachtslieder. Die Köpfe der anwesenden Kinder machen den Eindruck, als ob sie auf einen Dampfkessel aufgeschraubt wären. Denn unter dem Tannenbaum warten bereits Lawinen von Paketen darauf, ausgepackt zu werden. Und jedes Lied mehr stellt die Geduld der Gierigen auf eine weitere harte Probe. Irgendwann aber, wenn es kaum mehr auszuhalten ist, fällt der Startschuss und die osterartige Suche unter dem Tannenbaum bricht mit Gewalt los. Dann werden in Sekundenbruchteilen die lästigen Verpackungen zerrissen, die lautesten Geschenke ausgepackt und ausführlich getestet. Kontrastprogramm: Rotwein und belegte Brötchen. Und wenn das Entpack- und Testfeuerwerk abgebrannt ist, gehen wir die 200 Schritte nach Hause. Und irgendwie war´s doch schön 😉

Es muss nicht immer Kaviar sein
Bei uns im kleinen Familienkreis denke ich zuerst an Geflügel. Weihnachten, das Geflügelmassaker. Jedes Jahr landet bei uns unglückseliges Federvieh auf dem Teller. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Angesichts meiner begrenzten Kochkünste fliegt mein Gedanken beim Servieren aber gerne rund 30 Jahre zurück, als mein Vater, der ein gelernter Koch war, einst irgendein Hasengericht mit Madeira servierte. Teile davon verschlang ich noch nachts unter dem Weihnachtsbaum. Es war mit Sicherheit eines der köstlichsten Gerichte, das ich je essen durfte. Noch heute erzeugt der Gedanke daran, ein eigentümlich wohliges Gefühl in Magen und Kopf.

apfelstrudelUnd dann denke ich noch an eine weitere Weihnachtsspezialität: den Apfelstrudel. Ich sehe meinen Vater heute noch vor mir, wie er den Strudelteig erfolglos hauchdünn auszieht. Was sich nicht auf die Dicke des Teigs bezieht, sondern darauf, dass an allen Ecken und Enden größe Löcher entstehen, aus denen die Fülle, an der wir  gefühlte Stunden gearbeitet haben, herausquillt. Hauchdünn geschnittene Äpfel, Mandelblättchen, Rosinen, Zimt, Zitrone und Rum. Ein Apfelstrudel, der wie eine vollgefressene Anakonda daherkommt. Und kaum auf das Backblech passt. Wir biegen und ziehen, damit wir beim Krümmen nicht noch größere Löcher erzeugen. ABER der Geschmack des fertigen Produkts … hmmm …

Da fällt mir ein: es war ein gutes Apfeljahr … wir haben noch ein paar Zentner (gefühlt ;-)) im Keller … ich denke, ich könnte das probieren. Sehen wir die Geburt eines neuen Weihnachtsrituals? Fragt mich in 10 Jahren nochmal 😉

Gesegnete Weihnachten der Leserschar
Euer Martin

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Verfasst von - 24. Dezember 2012 in Uncategorized

 

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