RSS

Social Media: Eventjunkies

17 Jan
English: Road to Wacken

Mehr als 1500 … (Photo credit: Wikipedia)

„Wacken? Wacken? Nie gehört! Ist das was Unanständiges?“ Natürlich gibt es immer noch Menschen, die das weltgrößte Heavy Metal Festival nicht kennen. Aber seit selbst die Tagesschau über das Ereignis berichtet, ist das 1800-Seelen-Dörfchen in Schleswig-Holstein auch überregional bekannt. 86.000 Besucher zählte das Wacken Open Air laut Wikipedia 2011. Das entspricht einer vorübergehenden Zunahme der Einwohnerzahl auf etwa das 50-fache. Aber gegen Oberammergau ist das ein Klacks. Dort leben etwas über 5000 Einwohner. Und alle zehn Jahre fallen dort die Besucher zu den Passionsspielen ein. 2000 waren das 520.000 – Faktor 100.

Bekannt sein hilft

Natürlich gibt es auch Orte wie Berlin, Hamburg und München, die nicht nur in Deutschland, sondern auch international bekannt sind. „If you´re in Europe, you´ve got to see the famous Hofbrauhaus with the Shwineshaxn and beer …“  Aber schon, wenn man von  „Schwäbisch Hall“ spricht, wird man ein wenig schief angeschaut: „Auch, da gibt es auch eine Stadt? Ich dachte, das wäre der Name dieser Bausparkasse …“

So, und jetzt reden wir über Facebook. Nur die wenigsten Firmen, die sich da präsentieren, sind wie Berlin, Hamburg und München. Sie sind zu unbekannt, ihre Marke ist zu schwach. Dass die Städte sich auf Facebook höchst unterschiedlich präsentieren (alles drin zwischen Kreisklasse und Champions League), lassen wir mal dahin gestellt. Mir geht es nur darum: Diese Städte sind so was wie Marken. Die anderen Städte sind größtenteils eher wie Schwäbisch Hall: weitgehend unbekannt, reichweitenschwach, unbedeutend.

Sei wie Wacken

Also, was gilt es zu tun? Wacken werden! Facebook hat in seinen Nutzern eine Erwartungshaltung genährt: Hier muss was los sein. Und auf welcher Party am meisten los ist, dort gehen wir hin. Wacken eben 😉 Neben all dem, was Facebook sonst so bietet, ist es vor allem eins: eine Event-Plattform. Wer Reichweite erzielen will, der braucht eine coole App, eine Aktion oder zumindest eine Verlosung. Die Nutzer wollen profitieren. Unternehmens-Insider-Informationen? Neueste Produktlinien? Pa! Gimme some action!

Unter anderem und gerade wegen seiner Größe, die immer wieder als Killerkriterium angefügt wird, ist Facebook nicht die ultimate Positionierungswaffe des Marketing. Es ist – ganz im Gegenteil – ein Moloch, ein Bazar, eine Messe, in der man sich mit seinem (kleinen) Stand gegenüber den Nachbarn behaupten muss. Es ist ein knallharter Wettbewerb im Buhlen um die Gunst der Menschen. Möglichst natürlich der Menschen, die man auch erreichen möchte. Dass das mit einer iPhone-Verlosung nicht der Fall ist, ist unstrittig (Ausnahme: Apple ;-)). Mit einer lokalen Sponsoringaktion schon eher – wenn das Geschäftsmodell dazu passt (wie bei einer regionalen Bank beispielsweise).

Verwöhnt von gut & kostenlos

Woher dieser Fokus auf Aktionen? Ich denke, es liegt daran, dass das Kostenlos-Universum uns verwöhnt hat. Wir bekommen mit einer einfachen Internetflatrate kostenlos großartige Leistungen serviert, die uns das Leben vereinfachen und mehr als genügend Anreize für unsere Freizeitgestaltung bieten. Vorbei sind die Zeiten, in denen man am Bahnhof stand und sich langweilte.

Möglicherweise ist das das letzte, was von Facebook bleibt: Das Unterhaltungsprogramm, das die Unternehmen und Entwickler uns servieren. Zum Nachrichtenaustausch und zur Kontaktpflege finden wir andere Kanäle, die mobiler sind und vermutlich weniger Werbeflächen verkaufen. Aber Facebook wird das dritte Programm. Früher haben wird uns gefragt, ob wir ARD, ZDF oder das dritte Regionalprogramm einschalten. In Zukunft werden wir uns fragen, ob wir Live-Event, Rechner oder Fernseher den Vorzug geben.

Look out for REFF – soon to come 😉

Und ich werde das Facebook-Programmblättchen dazu machen: REFF – Retis Eventnews für Facebook. Listet alle Facebook-Events mit möglichen Gewinnen, Laufzeiten und möglicherweise Lösungen eventueller Quizfragen. Das liegt dann in den Haushalten neben der Hörzu. Gibt es die überhaupt noch? Muss ich gerade mal nachschauen. Natürlich werde ich damit steinreich. Denn alle Unternehmen wollen da natürlich rein. Und für einen kleinen Obolus dürfen die das auch. „…  wie ein Seehund hineinzuspringen! … und wie ein Maulwurf darin herumzuwühlen! … Und es in die Luft zu schmeißen, dass es mir auf die Glatze prasselt! …“ Wir sehen uns auf Mauritius 🙂

Ihr/ Euer
Martin/ Reti

Advertisements
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 17. Januar 2013 in Social Media

 

Schlagwörter: , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: