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Social Media: Erst den Mitarbeiter gewinnen

31 Jan

Königsdisziplin des Employer Branding – Mitarbeiter als Markenbotschafter. „Seien Sie ganz Sie selbst“
Bild: (c) Karl-Heinz Laube / pixelio.de

„Employer Branding, Employer Branding“ schallt es durch die Gänge der HR-Abteilungen. Mancher Experte erhebt die Arbeitgeber Attraktivität (was ich persönlich für eine schöne deutsche Übertragung halte) zum HR-Thema des Jahres 2013.  Kienbaums HR-Trendstudie 2012 oder auch das Fachmagazin Personalwirtschaft in seinem Jahresausblick sehen das ähnlich.

Die Marke vom anderen Stern

Nur – wie packt man so was pragmatisch an? Eine Marke fällt ja nicht vom Himmel. Und die meisten Unternehmen sind eben nicht Coca Cola, McDonald´s, Google, BMW oder auch die Telekom, die mit ihren Diensten, Produkten und Werbeetats so präsent sind, dass in deren Windschatten – oder besser Sonnenschein – auch das Pflänzchen Mitarbeiterrekrutierung (was ich für keine so schöne deutsche Wendung halte) einfacher gedeiht.

Standardprogramm

Ein probater Weg, sich als Arbeitgeber zu präsentieren, führt die Unternehmen auf die entsprechenden Messen – die natürlich gerade in der Provinz nicht unbedingt so gut besucht sind wie Thessas Facebook-Party. Ein Hauch Standort-PR mit Tag der offenen Tür und Sponsoring gehört mit Sicherheit auch in das Employer Branding Menue. Immerhin eine Möglichkeit, durch unterhaltsames Programm und gutes Essen Pluspunkte bei den Nachbarn zu sammeln.

Thema der Stunde: Social Media

Und dann kommt auch schon gleich ein ordentlicher Schuss Social Media. Die Speerspitze sind ja die derzeit gleichermaßen geliebten und verachteten, sprich kontrovers diskutieren, Recruitingvideos, an denen natürlich immer jemand was auszusetzen hat. Aber das kostet natürlich – auch wenn mancher behauptet, das ließe sich heute schon ganz einfach und kostengünstig mit einem iPhone und der entsprechenden App für 4,99 € machen. Aber vielleicht reicht es ja tatsächlich für einen Vine-6-Sekünder – aber bitte nicht zuviel nackte Haut zeigen 😉

Mitarbeiter als „Fürsprecher“

Viel sinnvoller erscheint mir da, die Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen zu Wort kommen zu lassen, eben per Blog oder aber in Beiträgen auf den sozialen Plattformen. Was wäre glaubwürdiger als Mitarbeiter oder Partner, die das Unternehmen vorstellen und sich öffentlich dazu bekennen? Wie die gute alte Clementine damals oder unser Freund Dieter Bürgi, der legendäre Experte für den Lochfraß und seine Auswirkungen;-) Das Ganze nur halt jetzt „in echt“ – wir sind ja in transparenten Social Media Zeiten.

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Vielleicht liegt es ja auch nur an der Inszenierung? 😉
Bild: (c) Robert Babiak/ pixelio.de

Also los geht´s – nur wen nehmen? Ein Tipp: Die Bereitschaft der Kollegen dabei mitzumachen, gibt Ihnen einen guten Eindruck, wie es um das viel beschworene Commitment, die Identifikation mit dem Unternehmen bestellt ist. 52% der Angefragten (83% der Frauen) antworten dann mit „Ich muss erst zum Friseur“, 43% „ich hatte schon Lampenfieber, als ich in der vierten Klasse ein Gedicht aufsagen musste“, 25% „ich strahle so sehr, dass Aufnahmen von mir IMMER überbelichtet sind“ und 12% „mein Hund hat die Masern, den muss ich erst gesund pflegen“ *.;-)

Was ich damit sagen will: Mitarbeiter, die bei solchen Aktionen mitmachen, sind kostbar. Allzumal, wenn die ohne zu zögern eine Abtretung der Bildrechte unterschreiben und einwilligen, dass man die gewonnenen Produkte in allen Medien einsetzen darf. Allein schon deswegen könnte die Raiba Radstadt eine gute Adresse zum Arbeiten sein 😉

Dasselbe gilt übrigens auch für nicht bewegte Bilder, die man wirklich selber produzieren kann. Wenn die Mitarbeiter bei solchen Anfragen Schlange stehen, dann sollte das für das Management ein Grund sein, ein Faß aufzumachen. Die aktive Gestaltung gehaltvollen Contents für soziale Medien ist also ein guter Indikator für das interne Image des Unternehmens. Und damit auch für die Außendarstellung und -Wahrnehmung. Eine kostenlose Analyse und Mitarbeiterbefragung. Und damit gewinnt Social Media eine starke interne Komponente. Und wir landen wieder bei einem ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur einfach ein Social Media „Marketing“ ist, sondern zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Unternehmen und den Mitarbeitern führt, den wertvollsten Multiplikatoren nach außen.

Und wenn man keine Mitarbeiter findet? Dann nehmen wir Tiere … das könnte den großen Anteil von Katzen- Hunde-, Schildkröten und Hasenbildern in den sozialen Medien erklären 😉 Ob Peter Hase nächste Woche im Blog zu diesem Thema Stellung nehmen wird?

Mit besten Grüßen
Euer/Ihr
Martin/ Reti

*) ich werde demnächst eine großangelegte Befragung durchführen, um diese vorweg genommenen Studienergebnisse zu verifizieren. Solange bleiben sie als These im Raum stehen. Vielleicht … 😉

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Verfasst von - 31. Januar 2013 in Social Media

 

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