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iPhone: Energie aus dem Dynamo

01 Apr
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Kennt wohl jeder: Akku leer – was nun?

Laut Comscore-Studie hatten im Dezember 2011 21 Mio. Menschen in Deutschland ein Smartphone. Tendenz steigend. Ericsson sieht für das Jahr 2018 die ungeheure Anzahl von 3,3 Mrd. Smartphone-Verträgen heraufziehen. Soviel zu der schönen Smartphone-Welt. Die unschöne Seite kennen aber auch alle Nutzer: Schon nach kurzer Zeit geht der Akku in die Knie. Laut Studie von US-Forschern sind daran vor allem die beliebten kostenlosen Apps schuld.

Dabei steht ausnahmsweise tatsächlich ein wichtiges Telefonat an oder ein Mail muss noch weg. Aber keine Energie – keine Verbindung zur Welt. Ein Problem, das so alt ist wie das drahtlose Arbeiten. Und das bislang nicht gelöst werden konnte. Es sei denn, man hat sich einen Ersatzakku zugelegt – haben die meisten aber nicht.

Schrieb ich bislang? Deutscher Erfindungsgeist hat nun eine einfache, praktikable Lösung gefunden. Und, was soll ich sagen, die Lösung kommt sogar aus dem Ländle. Da sage nochmal einer, deutsche Ingenieurskunst sei nicht mehr das, was sie mal war. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Lars Reiner-Gieh ein kleines Gadget für Smartphones entwickelt, dass über einen USB-Anschluss dem Telefon schnell Energie zuführt.

„Die Lösung lag auf der Hand“, erläutert Reiner-Gieh,“immerhin ist das Prinzip, aus kinetischer Energie Strom zu erzeugen im großen und kleinen Maßstab schon lange bekannt“. Die Forscher beschreiben ihre Erfindung mit dem Namen „Not-Ladung“ als Dynamo mit USB-Anschluss. Durch Drehen einer Kurbel kann der ausgelutschte Akku in Minutenschnelle wieder aufgepäppelt werden, so dass zumindest die dringendsten Aufgaben wieder wahrgenommen werden können.

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Einfach und praktikabel – der USB-Dynamo

Um das Smartphone, beispielsweise ein iPhone 4G, komplett aufzuladen, ist allerdings ein längerer Einsatz nötig: „In unseren Tests mit Studenten konnten wir im Schnitt in einer Stunde einen Ladezustand von 40 % erreichen. Der Gewinner der inoffiziellen KIT-Meisterschaften im Dezember 2012 kam auf 53 %“.

Ursprünglich entstand der Dynamo als Spaßprojekt, doch nun haben die Doktoranden das geschäftliche Potenzial der „Not-Ladung“ erkannt. Die DFG hat Forschungsgelder bewilligt, um die Effizienz des Geräts zu vergrößern und zur Serienreife zu entwickeln.

 
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Verfasst von - 1. April 2013 in Uncategorized

 

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