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Social Media: Königsweg der Kleinen

10 Mai
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Für die Kleinen spielt Reichweite immer eine Rolle. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?
pixabay.de – tnx for sharing

Wie das Leben manchmal so spielt: Gerade bereite ich mich auf den Vortrag bei den HR Innovation Days in Leipzig vor, da stoße ich auf 30 wohlmeinende Regeln zum Einsatz der Social Media im Unternehmen. Die haben wir alle zwar schon mal gehört, aber – was soll ich sagen – ich mag halt Übersichten. Deswegen könnte ich mich nie von einer Zitatensammlung oder einem Lexikon trennen. Wohl aber vom neuesten Kluftinger. Der Wiederverwendungswert ist hoch. Ja, und andere Blogger schwören ja auf die Macht der Zahlen: Die drei besten Tipps, wie Sie ihre Leser vergraulen. 777 Regeln für den pefekten Post oder eben „30 terrible pieces of social media advice you should ignore„.

Regel Nummer 14 wird eine kleine Nebenrolle in meinem Vortrag spielen: Don’t let your employees use social media. Facebook und Twitter am besten IT-seitig komplett sperren. Und weil wir  wissen, dass Mitarbeiter auch über ihre privaten Smartphones online sind, schließt sich folgerichtig an: „Move your office to a dungeon with terrible cell reception“. Oder eben einen Störsender aufbauen. Geht bestimmt auch. Das nenne ich mal eine nachhaltige Strategie. An alles gedacht – nur nicht an die reale Welt außerhalb der Bürowände. Und an die virtuelle. So entstehen vertrauensvolle Beziehungen.😉

Was das mit Leipzig zu tun hat? Da soll um 8:45 Uhr morgen ein gewisser Martin Reti was über „Social Media @ HR“ erzählen. Untertitel etwa: Wie bringe ich Mitarbeiter zum Mitmachen? Auf jeden Fall nicht mit Regel 14😉 Aber warum sollten Mitarbeiter zum Mitmachen bewegt werden? Möglicherweise gibt es doch Abteilungen, die sich damit beschäftigen können (beispielsweise Marketing oder Social Media Management) oder man lagert das Thema direkt an eine Agentur aus. Feine Sache – und dann hat man wieder Zeit für „das Wesentliche“.

Wie komm‘ ich an Reichweite?

Seien wir ehrlich. In den Social Media geht es auch immer um Reichweite – wie auch im Web allgemein. Wer nicht gefunden wird, der existiert nicht. Nun redet uns Facebook natürlich immer ein, dass wir uns bei einem Zuschauerkreis von 1 Mrd. Menschen vorstellen, aber das ist natürlich absurd. McDonalds, Amazon und Coca Cola erreichen nicht mal mich auf Facebook. Und hier setzt das Geschäftsmodell von Facebook an: Wir erreichen natürlich eine Mrd. (YEAH!) Menschen. Wir können das also für Dich tun. Wenn Du uns ein bisschen Geld dafür gibst. Das nennt sich dann Facebook Ads in den verschiedenen Ausprägungen. Ist vom Wesen her ungefähr so innovativ wie eine klassische Anzeige in der Zeitung.

FB-Seite bewerbenNatürlich macht da nicht jedes Unternehmen mit. Schon allein aus Stolz oder weil sie es gar nicht nötig haben. Die haben nämlich genug andere Möglichkeiten. Zum Beispiel die Königsklasse: gute Inhalte wie Aktionen, Videos, Bilder, Texte, Tests mit frischen neuen, interessanten, ja begeisternden Informationen. Also auf gut Deutsch: Zeugs, das sich wie von selbst im Web verbreitet. Das nennt man dann viral. Beispiele dafür gibt´s genug. Der Pferdefuß: Auch wenn man vom Sechser im Social Media Lotto träumt – die großen viralen Erfolge stammen in der Regel von Systemspielern. Die auch entsprechend viel einsetzen. Und das Budget dafür haben.

Und die auch den dritten Weg beschreiten: Nämlich „offsocial“ – was eigentlich eine irreführende Formulierung ist. Ich meine damit „off social platforms“. Also der Einsatz der klassischen Instrumente von Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Den Umgang damit haben die großen Markenunternehmen in der Vergangenheit zur Genüge gelernt. Das ist keinesfalls schädlich für die Reichweite in Social Media. Wer will, darf das natürlich auch als integrierte Kommunikationsstrategie bezeichnen. Muss man aber nicht😉 Vor allem im Consumerumfeld funktioniert das ganz gut.

Auch hier haben die Großen natürlich einen großen Vorsprung. Die Steine, die die ins Social Media Meer werfen, die machen schon ordentliche Wellen. Was aber bleibt den Kleinen, die eben keine Budgets, keine starke Marke, keinen hohen Bekanntheitsgrad haben?  Die Antwort liegt auf der Hand: Wenn sie nicht gerade den Social Media Sechser ziehen oder sensationelle Infos haben (und das haben die meisten halt nicht), dann bleibt Ihnen, Partner, Kunden (?) und … (tata!) Mitarbeiter zu aktivieren. Die haben nämlich einen Bezug zum Unternehmen. Es sollte doch gelacht sein, wenn nicht zumindest einige von Ihnen sich aktivieren ließen. Und durch „Mag ich“, Kommentare und Teilen auf die Inhalte des Unternehmens aufmerksam machen. Und das klingt doch jetzt nicht wirklich illusionär, oder?

Ein bisschen was könnte ich dazu noch schreiben. Aber das hebe ich mir für nächste Woche auf. Und wer noch was ergänzen will, kann das gerne in den Kommentaren tun.

Jetzt aber schonmal ein schönes Wochenende und Muttertag nicht vergessen
Ihr/ Euer Martin/ Reti

*für alle, die es bis hierher nicht bemerkt haben: Das ist ironisch gemeint. Hubspot ist immerhin die Firma, von der man meint, Sie wäre Hausmeier in LinkedIn Castle.😉

 
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Verfasst von - 10. Mai 2013 in Social Media

 

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