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Social Media: Hauptgewinn in der Social Media Lotterie

30 Mai
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Gewinnerblatt fürs Marketing?
Bild: Thomas Siepmann/ pixelio.de

Mann o Mann*, haben wir uns blenden lassen! Die großen Zahlen, der Zauber der Viralität, die Möglichkeiten und – natürlich – der schnelle Erfolg mit dem kleinen Geld. Genau wie wir uns unentwegt der Hoffnung nach dem schnellen Lottogeld hingeben, genauso hoffen wir jede Woche auf den Social Media Sechser mit Zusatzzahl.

Wenn eines in den Unternehmen angekommen ist, dann ist es – das zeigt die schwelende ROI-Diskussion anschaulich – die Hoffnung auf den schnellen und einfachen Weg zu mehr Marketingerfolg. Das heißt dann also: Bekanntheitsgrad, Image und „preferred Provider“ oder eben nur potenzieller „Geschäftspartner“. Liste ist  beliebig zu ergänzen. Was wir dazu tun müssen: nur mal eine Facebookseite aufbauen, 200 Euro für Anzeigen ausgeben und schon folgen Heere von Fans dem Unternehmen – begierig, ständig die neuesten Nachrichtenschnipsel aufzunehmen und der Firma zu huldigen. Bereitwillig künden sie von der Großartigkeit des Unternehmens und kaufen natürlich regelmäßig. Oder bewerben sich mit Freuden.

Jackpot in der Marketinglotterie

Beim Versuch, reservierten Unternehmensentscheidern Social Media schmackhaft zu machen, greifen kluge unternehmensinterne und externe Weg- und Entscheidungsvorbereiter gerne auf emotionale und Mehrwert-Botschaften zurück. „Das machen jetzt alle so“, mag manchmal funktionieren, aber „Effizienz erhöhen, Geld sparen, schnell bekannter werden“ – das klingt doch überzeugender. Klingt sogar wie der Königsweg zum sorgenfreien Marketingleben. Also ran!

Als weiteres Goodie kommt noch dazu: Das „neue“ Marketing ist noch viel einfacher zu messen als das alte. Die Erfolgskennzahlen werden in dem Gesamtpaket direkt mitgeliefert. Likes, Shares, Fans … einfacher geht´s nicht. Das reduziert doch die Komplexität des Monitoring ganz gewaltig, nicht wahr? Einfache Zahlen, deren Trend im Tagestakt nachvollziehbar ist. Für alle. Da könnte selbst ein Grundschüler die Evaluation machen.😉

Die andere Seite der Medaille

Die Situation hat allerdings auch ihre Schattenseite. Die Erwartungen an das Marketing steigen. Wenn Social Media tatsächlich so schnell und kostengünstig so bedeutende Raumgewinne erzielen kann, dann muss das Marketing sich nunmehr auch an diesen Ansprüchen messen lassen. Und merkt recht schnell, dass das Leben nicht einfacher wird, sondern anstrengender😉

Wenn die Fanzahlen nicht ansprechend wachsen, wenn die Interaktivität mit den Fans nicht die Erwartungen erfüllt – was bedeutet das dann für die Arbeit des Marketing? Hmmm. Wie schnell verbrennt man sich die Finger an den Aussichten, die aus der Crowd so rührig geschürt wurden?

Wären realistische Ziele nicht besser, bei denen alle Seiten im Unternehmen mit dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag zufrieden sind? Das wäre sicher ein ziel- und sinnstiftender Ansatz. Möglicherweise kann hierbei ein externer Berater helfen. Wenn schon nicht inhaltlich, dann im Notfall doch wenigstens als Sündenbock😉

Etwas Realitätssinn hat bislang noch niemandem geschadet. Revolution hin oder her – ich glaube kaum, dass Social Media das aushebeln wird. Hoffentlich😉

Mit besten Grüßen
Ihr/ Euer
Martin/ Reti

*bitte betrachten Sie die Aussagen als AGG-konform geschlechtsunspezifisch.

 
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Verfasst von - 30. Mai 2013 in Social Media

 

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