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Social Media: Und es funktioniert doch

12 Sep
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Ein bisschen trommeln muss sein
Foto: Bernd Kasper/ pixelio.de

Und los geht’s mit Social Media – sind die Weichen im Unternehmen erstmal gestellt, werden flugs die Auftritte aufgebaut (hoffentlich nachdem es zumindest eine Art Plan gab, was man denn erreichen möchte). Und dann steht dieser tolle Auftritt da in den Weiten des Netzes … und vegetiert vor sich hin. Ah, da: der erste Fan – der Admin. Der zweite ist im Anmarsch, sein Stellvertreter (hoffen wir’s zumindest ;-)).

Woher die Fans holen?

Das erscheint den meisten Unternehmen – nicht zu Unrecht – noch ein wenig unbefriedigend. Immerhin will man ja Botschaften senden und möglichst viele Menschen erreichen. Nur – woher nehmen, wenn nicht stehlen? Ja, genau: die Botschaften und die Menschen. Bleiben wir erstmal bei den Menschen. Ein probates Mittel ist die Einladung der Social Media affinen Kollegen. Das kann in einem großen Unternehmen schnell mal eine ordentliche Manövriermasse geben. Aber für die meisten Seitenbetreiber wird das wohl nicht die gesuchte Jagdbeute („Zielgruppe“) sein. Es geht darum, Kunden oder zumindest am Unternehmen Interessierte zu gewinnen. Das können auch potenzielle Arbeitskräfte sein. Oder ideologische Unterstützer für bestimmte Meinungen.  Und die sind „irgendwo da draußen“ – in den unbekannten Weiten des sozialen Netzes.

Wie in der Zeitung: die Annonce

„Wie kommen wir schnell an die ran?“ Dazu haben sich zwei probate Wege etabliert: das Gewinnspiel und die Facebook-Anzeige. Wer eine überzeugende, nützliche, emotionale oder coole Botschaft hat, also eine wie auch immer geartete einfache (= in maximal 90 Zeichen) Nutzenargumentation aufbauen kann, fährt mit einer Anzeige gut. Die lässt sich sogar rudimentär eingrenzen – was zumindest hinsichtlich bestimmter Orte sinnvoll sein kann. Ob die Interessenangaben (so sie denn richtig sind) einen nützlichen Beitrag zur Eingrenzung zeitigen, muss im Einzelfall erwogen werden. Das Positive daran: Mit der Auswahl des Anzeigentextes kann ein direkter Filter gesetzt werden, der bestimmte Menschen anspricht: „Panzer, Hubschrauber und Befehle – erobere die Welt …“ – ok, ich bin raus, bin kein Napoleon🙂. Achso, und das funktioniert natürlich nur bei Facebook …

Wie auf dem Jahrmarkt: die Tombola

Auch der Gewinnspiel-Weg funktioniert tatsächlich. Aeroxon beispielsweise hatte vor kurzem noch eine sehr überschaubare Schar von Fans. Mit einem/r einfachen Gewinnspiel/Verlosung schnellte die Zahl auf über 5.000 Fans hoch. Da das Unternehmen kleine Verbrauchsgüter für kleines Geld herstellt (biologische Insektenauslöscher) wurde mit der Aktion vermutlich tatsächlich der Markenname zu einigen Menschen transportiert, die ihn vorher noch nicht kannten. Ein Monitoringkonzept für die Anzahl der „Neukenner“ würde mich wirklich interessieren. das wäre mal wirklich eine interessante Kennzahl für den Erfolg eines Social Media Engagements😉

Gleichzeitig können nun die eigentlichen Inhalte gepostet werden, mit denen Aeroxon sich vorstellen will: als Bollwerk gegen Krabbelzeug. Die Schnittmenge zwischen Gewinnspieljägern und Haushalts-Schädlingsbekaämpfern ist meines Erachtens durchaus ansehnlich. Schauen wir mal, wie die Geschichte weitergeht. Und welche Rolle die Facebookseite in der Kommunikationsstruktur des Unternehmens spielen wird. Bin mal gespannt, ob das jetzt wirklich eine Anlaufstelle für Brotkäfer-, Apfelblütenstecher- und Silberfischchen-Geschädigte wird. Bzw. ob das überhaupt gewünscht ist.

Schade nur, dass auf diesem Weg, der ursprüngliche Fan, der ganz ohne Aufforderung kam, ein wenig herabgewürdigt wird. Er ist kein Geschenk wert. Dabei ist er eigentlich derjenige, der sich für das Unternehmen oder seine Leistungen wirklich interessiert. Und der im Zweifelsfall vielleicht sogar für das Unternehmen in die Bresche springen wird. Ob man aus den angelockten Söldern auch loyale Truppen machen kann? Bestimmt! Das ist dann der Giengersalto mit halber Drehung über der Stange* in der Social Media.

Beste Grüße
Ihr/ Euer
Martin/ Reti

* G-Element am Reck: Höchste Schwierigkeit beim Gerätturnen

 
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Verfasst von - 12. September 2013 in Social Media

 

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