RSS

Ohne Cloud geht’s auch – aber nicht so gut

23 Jan

pirates-139211_640Einmal mehr bestätigt sich, dass man heute nicht mehr nachts in die dunklen Gassen der Großstädte gehen muss, um überfallen zu werden. Nein, heute können Sie gemütlich daheim sitzen – und der Räuber genauso. Sehr komfortabel😉

Ran an die Enterhaken

16 Mio. E-Mail-Adressen haben Hacker kürzlich gekapert. Und damit können die Piraten* nun in 16 Mio. verschiedene Rolle schlüpfen, 16 Mio. E-Mail-Postfächer auswerten (was wohl ein Big Data Thema ist) und von 16 Mio. Postfächern Spam verschicken. Und was einem geschäftstüchtigen Hacker zum Thema Botnet noch so einfällt. Die könnten sogar auf die Ideen kommen, MEIN Passwort zu ändern und dann in MEINEM Namen den amerikanischen  Präsidenten zu beleidigen. Und dann wäre ICH ratzfatz Staatsfeind Nummer Eins. Uiuiui …

Erstmal schauen: Bin ich dabei?

Dankenswerterweise hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schnell reagiert und versucht, auf seiner Webseite für Transparenz zu sorgen. Nur einfach die E-Mailadressen eintragen und … ach halt, das geht ja gar nicht. Zumindest nicht zu Beginn. Als ich meine diversen Accounts prüfen wollte, fand ich lediglich das vor

bsitest

Cloud wär fein

Schien ein bisschen so, als ob da noch ein paar Leute mehr als ich die Idee hatten zu prüfen, ob sie betroffen sind. Und auch so ein Webserver ist nur ein Mensch … Verzeihung … eine Maschine mit endlichen Kapazitäten. Hätte man eigentlich vorher ahnen können, dass da ein paar Interessierte vorbeischauen. Das erinnert mich doch an was: Abfedern plötzlicher (und unerwarteter) Lastspitzen? Ah, die Cloud. Naja, wenn wir ehrlich sind, bietet auch die Cloud nicht „infinite resources“ (wie das mancher gerne formuliert). Unendlich ist halt nun mal ein großes Wort, das vor allem Mathematiker gerne verwenden, wenn sie nicht weiter wissen😉

Aber Infrastrukturressourcen für den Einsatz als Webserver – das sollte die Cloud mittlerweile allemal bieten können. Fast auf Knopfdruck und für recht wenig Geld. In diesem Fall waren es aber wohl Sicherheitsbedenken, die gegen die Ressourcen aus einer Public Cloud sprachen. Oder Imageerwägungen: Ich kann mir die süffisanten Blicke schon vorstellen: „BSI setzt auf Cloud Computing von Amazon“. Das wäre ja sowas wie der Ritterschlag für die Public Cloud.

Wir sollten allerdings nicht vergessen: Der angebotene Dienst der Kaperungsidentifikation ist kein kritischer Dienst. Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen, genauso wie die Milch verschüttet😉.

Cloud oder Geduld – das ist hier die Frage

Ein paar Minuten später kam ich dann tatsächlich drauf und holte mir meine Codes zur Abfrage. Mit negativem Ergebnis. Also nichts passiert. Und vielleicht ist die Cloud doch auch nicht so wichtig. Manchmal muss man halt ein bisschen warten können. Aber das verlernen wir langsam durch das Web mit seinem Diensten, die IMMER verfügbar sind/sein müssen …

Für eine schnelle Reaktion wäre man ohnehin in seinem Postfach besser aufgehoben gewesen. Mal versuchen, ob man ran kommt und dann einfach mal das Passwort ändern. Schon ist das Problem grundlegend gelöst. Wenn’s geht. Und dann suchen wir eben mal ein anderes Passwort aus als qwertz, 123456 oder passwort. Hier gibt es noch ein paar Tipps für die schlechtesten Passworte des Universums.

Bis denne,
Euer/Ihr
Martin/ Reti

*damit meine ich nicht, die gleichnamige Partei. Das ist nur ein Synonym für die Kaperer.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 23. Januar 2014 in Cloud Computing

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: