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Archiv des Autors: Michael Pauly

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Was frisst das Vieh eigentlich?
Bild: Dieter/ pixelio.de

Energiewende, Recycling von (Alt-)Handys, Elektroautos, … So langsam wächst mein nachhaltig grünes Bewusstsein. Oder besser: es wird gewachsen durch die aktuelle Berichterstattung in Presse, Internet und anderen Medien. Nachhaltig ist gut. Da will ich auch mitmachen. Also nichts wie ran.

Grünen Strom habe ich schon. Meine alten Handys sind bei der letzten Sammelaktion meines Magenta-T-Mobilfunkanbieters mit verwertet worden. Ein Elektroauto habe ich noch nicht. Naja, vielleicht kommt das demnächst. Aber wie sieht es mit der IT aus, die ich nutze? Wie grün sind die Cloud-Services, die ich nutze? Und woran kann ich das erkennen?

Fast alle Anbieter von (Public-)Cloud-Angeboten entdecken ihre „grüne“ Ader, bzw. die ihrer Rechenzentren. Hier wird die IT mit allem möglichen gekühlt, was die Natur zu bieten hat. Und die Kühlung verbraucht ja einen großen Teil der Energie in „klassischen“ Rechenzentren.

Was ich jedoch mehrfach lesen konnte, das zeigt mir, dass auch die Natur sich ein Stück Rechenzentrum zurück erobert. Ähnlich den Lachsen, die wieder im Rhein heimisch werden. Nur ein bisschen amerikanischer und nicht so friedlich ;-).

Im Kühlwasserbecken eines Google-Rechenzentrums in South Carolina, das durch Regenwasser gespeist wird, lebt seit einiger Zeit ein Alligator. Nicht so ein niedlich kleiner. Nein. Das Tier ist schon 1,20 m und befindet sich noch im Wachstum. Sozusagen ein Alligator im „Zentrum“ von Google. Ein Tier mit Urinstinkten, das alles verspeist, was ihm zu nahe kommt. Da drängt sich ein Vergleich zu Google doch direkt auf, so finde ich.

Keiner weiß genau, wie er dorthin gekommen ist. Aber es zeigt mir, dass IT und Natur friedlich zusammen leben können. Friedlich? Aber natürlich, denn der Badetourismus in solchen Kühlwasserbecken hält sich normalerweise in Grenzen.

Denn wenn badende Teenager bedroht wären, wie, sagen wir mal,  beim Weißen Hai, dann hätte Hollywood das Thema sicher schon für sich entdeckt. Den Filmtitel kann ich mir schon vorstellen. Die Frage ist nur noch wer die Rolle des „Krokodiljägers“ bekommt.

Aber das ist Fiktion. Soweit wird es sicher nicht kommen. Noch darf er dort bleiben. Erst wenn er zu groß (und mächtig) wird, dann greift der amerikanische Staat korrigierend ein und entfernt das Tier aus dem Rechenzentrum. Ob hier der Vergleich bzw. die Analogie zu Google immer noch gilt, bleibt Ihnen überlassen. In diesem Sinne.

Ihr Michael Pauly

 
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Verfasst von - 3. Dezember 2012 in Cloud Computing

 

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Big Brother Siri?

Haben Sie es gewusst? Apple überträgt und speichert, sobald Sie Siri auf ihrem iPhone nutzen, Ihr persönliches Sprachprofil zu Apple und verarbeitet dieses dort. Was noch hinzukommt ist, dass die Daten dann auch noch dort – auf unbestimmte Zeit – gespeichert werden (Das soll so sein. Nachgesehen habe ich selbst dort noch nicht.).  Das geht doch jetzt gar nicht. Auf jeden Fall nicht für jemanden, der mit dem europäischen Datenschutzgedanken groß geworden ist. Einige Firmen sehen das bereits auch so und haben Siri von ihren dienstlichen Telefonen verbannt.

Aber, wenn ich mir jetzt die Sache noch einmal durch den Kopf gehen lasse, dann stellt sich mir die Frage: Was soll denn hierbei schiefgehen? Denn, eigentlich finde ich es gut, wenn IT einfacher zu handhaben ist und Services weiterentwickelt werden. Dazu trage ich dann auch meinen Teil gerne bei.

Bedenken habe ich meistens nur dann, wenn jemand anderes weiß, was ich gerade denke oder mache. Dann ist mir immer etwas unwohl. Aber dafür brauche ich doch Siri nicht, oder? Dieser Bereich ist im Internet doch schon lange nicht mehr vakant. Hierfür gibt es schließlich Google, Facebook & Co. Außerdem weiß mein Mobiltelefon – meist genauer und besser als ich – wo ich bin.

Dann bleiben noch immer die generellen Bedenken, dass „staatliche“ Stellen auf diese Daten zugreifen und diese nutzen können. „Man“ weiß zwar noch nicht genau wofür und weshalb, aber „Fakt“ ist, dass es so ist. Hierzu habe ich meine persönliche Meinung. Denn, da ich zurzeit nicht vorhabe, irgendwelche Verbrechen zu begehen – weder Kapitalverbrechen, noch Steuerhinterziehung – mache ich mir darüber keine Sorgen. Vor allem, da ich weiß, dass diese Daten, zwar gut verteilt, sowieso irgendwo im Netz verfügbar sind. Man muss diese nur finden. Auch diese Herausforderung wird demnächst mit Big Data gelöst sein ;-).

Also, was könnte getan werden? Da fallen mir auf Anhieb zwei Dinge ein. Zum einen könnte die Siri-Verarbeitung aufs Smartphone verlagert werden. Ein wenig Rechenleistung steht auf dem iPhone ja auch zur Verfügung (etwa 70 mal mehr als bei der ersten Mondlandung). Und wenn ich mit meinem Telefon spreche, sollte es in der Zwischenzeit sowieso nichts anderes tun, sondern mir zuhören ;-). Ein kleiner Nachteil dabei ist nur, dass Siri hierdurch nicht wesentlich weiterentwickelt werden kann. Und das ist – so mein Empfinden – noch notwendig.

Zum anderen könnte die Verarbeitung, in kleine Pakete zerlegt, verteilt in der Cloud verarbeitet werden. … Dann ist es allerdings auch wieder nur eine Frage der Zeit, bis jemand mit Big Data Methoden die Dinge wieder zusammensetzt. Und schon gingen die Bedenken (und das Geschrei) wieder von vorne los.

Interessant an der ganzen Diskussion ist für mich, dass das Verfahren und die Vorgehensweise bei Siri eigentlich jedem IT-ler klar sein muss, – die Sprachverarbeitung ist nicht neu, die hierzu benötigte und die begrenzte Rechenleistung von Smartphones bekannt, der Entwicklungsbedarf auch, … Das alles hat solange keinen gestört, bis es jemand  „öffentlich“ ausgesprochen hat. Naja, dasselbe Phänomen haben wir ja auch bei der aktuellen Olympia-Bekleidung der USA. …  plötzlich und völlig unerwartet stellte „man“ fest, dass diese in China gefertigt wurde.

Mein Fazit: Berechtigte Bedenken sind immer gut und müssen auch publik gemacht werden. Bedenken, nur um etwas dagegen zu haben, sollten jedoch nicht ungefiltert und unreflektiert weitergegeben werden. Oder wie sehen Sie das? Bin ich hier (als Europäer) zu unkritisch? Ich freue mich auf Ihre kritischen Kommentare.

Ihr Michael Pauly

 

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As Time goes by …

Nein, ich habe in den letzten Wochen keine Rating-Agentur gegründet, wie zu Beginn des Jahres angekündigt. Es gibt eine einfache Erklärung, warum Sie seit einiger Zeit nichts mehr von mir in diesem Blog gelesen haben. Mich hat das ganz normale „IT-Leben“ erfasst. Hier und da ein Projekt und zur Entspannung noch etwas CeBIT ;-). Naja, was soll ich sagen? Inzwischen hat mich der Alltag wieder. Auch die Umstellung der Uhr habe ich ganz locker weg gesteckt.

Nichtsdestotrotz, eine Ära neigt sich langsam dem Ende. Nein. Nicht was Sie jetzt vielleicht denken. Ich werde weiter auch an dieser Stelle bloggen. Aber einige Urgesteine der IT haben die Tastatur für immer aus der Hand gelegt. Als letztes Jack Tramiel der Gründer der Computerfirma Commodore.

Auch wenn ich mich jetzt als Non-Digital-Native oute. Ich weiß nicht nur, dass es einmal einen (damals im letzten Jahrtausend nannte man es schon Computer) Commodore C64 gab. Nein. Ich habe selber einen solchen besessen. Und was soll ich sagen? Auch damals haben wir die IT ständig optimiert. Im C64-Fall beispielsweise musste ich den „Brotkasten“ aufschrauben und konnte dann das Betriebssystem-ROM durch ein selbst gebranntes „neues“ OS-EPROM ersetzen. Natürlich auf einer selbst gelöteten Platine. Noch ein kleines Loch ins Gehäuse für den Drehschalter zur Umschaltung und schon war das „Tuning“ fertig. Das hört sich nicht nur einfach an, sondern ist es auch.

Vielleicht kennen einige von Ihnen das auch noch? Einen Monitor brauchte man damals nicht. Ein Fernseher reichte aus – mit Röhre, versteht sich ;-). Und um Programme und Daten zu speichern, reichte ein (modifizierter) Kassettenrecorder aus. Kassettenrecorder? Ja, das waren die Vorgänger der CD-Player, die wiederum die Vorgänger der MP3-Player waren, die wiederum die Vorgänger der Streamingdienste wie Spotify sind. Sie sehen: So war das IT-Mittelalter.

Wobei ich ehrlicher Weise zugebe: Eine Datasette hatte ich nie. Dafür ein Floppy-Disk-Laufwerk. Nein. Nicht 3,5 Zoll. 5,25 Zoll war damals das Maß aller Dinge. Und das flexible schwarze Ding verdiente den Namen „Floppy“ auch noch. Dafür konnte man, wenn der Locher an der richtigen Stelle angesetzt wurde, auch noch die Rückseite „bespielen“. Versuchen Sie das heute mal mit einem USB-Stick ;-).

Doch halt. Bevor ich jetzt ganz in die Vergangenheit abdrifte, bleibe ich doch lieber im Hier und Heute und somit in der Cloud. Vielleicht erlebe ich es ja, dass eines meiner Jugendspiele (im Originalgewand) auch dort läuft? Decathlon zum Beispiel oder ??? Das wäre doch mal eine Herausforderung an die Cloud ;-). Oder soll ich doch mal wieder meinen C64 entstauben und dann einen Blogpost schreiben, wie überlegen die altvorderen Rechner waren? 😉 Wie heißt es noch bei Casablanca so schön: „Play it again (Sam).“ In diesem Sinne.

Ihr Michael Pauly

 
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Verfasst von - 16. April 2012 in Cloud Computing, Uncategorized

 

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To google or not to google – Zeitalter der Bevormundung oder das Schlaraffenland des Wissens?

English: Caplin Rous, a six week old pet baby ...

Mahlzeit! Image via Wikipedia

Das kennen Sie sicher auch: Sobald ich ein paar Informationen benötige oder nur mal schnell etwas wissen will, dann konsultiere ich gerne mal das Internet. Schließlich findet sich hier eine ganze Menge Wissen. Und das zum Nulltarif.

Umsonst? Naja, so ganz umsonst gibt es ja bekanntlich nichts. Also auch nicht das Wissen aus dem Netz. Oder soll ich besser sagen aus meiner „Wissens-Cloud“? Die Währung, in der wir hierfür bezahlen, ist eine Informationseinheit über mein „digitales Verhalten“. So weit, so gut. Damit kann ich – auch wenn ich kein Digital Native bin – eigentlich recht gut leben. Oder soll ich besser sagen. Damit konnte ich gut leben.

Denn es kommt in letzter Zeit immer häufiger vor, dass die Suchergebnisse für mich „aufbereitet“ und natürlich mit den bis dahin bei Google über mich vorhanden Informationen vorselektiert werden. Woher ich das weiß? Ganz einfach. Meine Tochter hat vor einigen Tagen für ein Referat, das sie in der Schule halten möchte, meinen Rechner verwendet. Nur um ein paar fehlende Informationen über Ponys und Pferde zu erhalten. Was soll ich sagen: Das Leben ist kein Ponyhof ;-). Auf jeden Fall erhielt ich in den nächsten Tagen immer wieder mal Hinweise hierzu.

Deshalb habe ich einen Wunsch: Liebe Google. Ich will NICHT, dass ihr mir die Arbeit abnehmt, welche Informationen und welches Wissen für mich interessant sind und welches mir, wenn überhaupt, nur ganz weit hinten in der Trefferliste angezeigt wird. Bitte lasst mich SELBER ENTSCHEIDEN.

Wie soll ich denn sonst an neue Ideen kommen oder vielleicht Altbekanntes mal in einem anderen Kontext sehen? Durch solche „unerwünschten Treffer“ ist mir schon mancher gute Gedanke in den Sinn gekommen. Sozusagen der Auslöser, um einfach mal quer zu denken.

OK, Ich kann verstehen, dass man solche Aspekte nur sehr schwer in „Optimierungsalgorithmen“ fassen kann. Deshalb ist mein Verschlag: Macht doch einfach ein Auswahlfeld, in dem ich angeben kann, ob ich eine „optimierte“ Aufbereitung der Suchergebnisse wünsche oder nicht. Vielleicht sparen wir ja sogar ein bisschen Energie, wenn Ihr mir nicht so viel vom Denken abnehmt? Welch ein Werbeslogan „Press ‚No‘ for unoptimized serach and help Google go green“ …

Wenn diese Option dann ausschließlich von mir genutzt würde, dann könnt ihr sie gerne auch wieder entfernen. So ist das nun mal im Cloud-Zeitalter. Und ich weiß dann, dass ich ein Dinosaurier bin. Aber vielleicht gibt es ja noch mehr von meiner Gattung?

Bis dahin aber heißt es bei mir: „To google or not to google, that’s the question.“ Immer in Abhängigkeit davon, was ich erreichen will. Oder vielleicht kann ich es treffender umschreiben mit: „Googelst du noch oder Bingst du schon?“ Nicht weil die eine Suchmaschine besser ist als die andere. Nein, einfach nur, um hin und wieder mal als unbeschriebenes Blatt loszusurfen, um die Welt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Vielleicht ist ein „Zurück zu vielen Suchmaschinen“ gar nicht so falsch 😉

In diesem Sinne, ich geh jetzt googeln …

Ihr Michael Pauly

 
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Verfasst von - 5. Februar 2012 in Cloud Computing

 

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Das Versicherungs-Paradoxon

Und wie verdient man damit Geld?“ Manchmal wird spontan das Unternehmer-Gen in mir aktiv. Bei vielen Dingen weiß ich – sobald ich die Preise sehe – wie der Produzent oder Anbieter damit Geld verdient ;-). Aber vor ein paar Tagen hat mich ein Angebot doch wirklich erstaunt. Vielleicht können Sie mir dabei weiter helfen.

Nicht, dass Sie denken, ich hätte hier (mal wieder) etwas Besonderes entdeckt. Mitnichten. Ich durfte nur, wie in jedem Jahr, mit Tränen in den Augen meine Versicherungen bezahlen. Einige von Ihnen werden das kennen (sowohl die Tränen als auch das Bezahlen) ;-). Dabei hat ber verblüffenderweise nicht die x-te Preissteigerung mein Augenmerk auf sich gezogen. Nein. Mir ist der Preis meiner Haftpflichtversicherung ins Auge gesprungen.

Wieso?, werden Sie fragen. Das ist doch eigentlich der kleinste Posten auf meiner Versicherungsliste. Stimmt. Gerade deshalb. Wir reden hier über etwa 60 Euro pro Jahr (Vielleicht haben Sie ja noch ein günstigeres Angebot für mich ;-)). Damit müssen alle Kosten der Versicherung und auch mögliche Schäden abgedeckt sein.

Da ich mich ein wenig in der IT auskenne, weiß ich, was die Speicherung und Verarbeitung von Daten im Rahmen einer professionellen IT so etwa kostet. Dazu kommen noch ein paar Kosten für die Bewertung des Angebotes, wenn ich es abschließe. Das, so sagte man mir, machen immer noch Menschen. Und ein paar Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens wollen sicher auch etwas Geld verdienen. Den Rest habe ich vorher ja im Internet erledigt. Wenn ich da alles, was mir so einfällt, zusammen zähle, dann bleibt nicht mehr viel übrig für mögliche Schadensfälle. Naja, vielleicht passiert ja auch nichts und es muss nichts ausgezahlt werden ;-). Wobei ich immer mir mit einem gewissen Respekt die maximalen Schadenssummen anschaue.

Wenn aber dann doch noch hin und wieder ein Schadensfall hinzu kommt, dann kann es sich ja wirklich nicht mehr rechnen. Dabei denke ich nicht an an die Schadenssumme, die hin und wieder gezahlt werden muss. Nein, im Schadensfall müssen ja wieder Menschen ran. So meine naive Vorstellung. Und selbst wenn ich nur einen Brief bekomme, dass dieser Schadensfall nicht gedeckt ist.

Zuerst dachte ich, dieses Phänomen wäre nur bei meiner Versicherung so. Aber, was soll ich sagen? Das scheint überall so zu sein. Habe ich hier vielleicht ein „Versicherungs-Paradoxon“ entdeckt. Wer weiß. Es gibt noch mehrere, denen dieses Phänomen aufgefallen ist. An prominentester Stelle kann ich hier Gunther Dueck nennen.

Am Ende bleibt bei mir noch die Frage offen. „Wie verdient man damit Geld?“. Oder besser gesagt: „Wie lange muss ich meine Beiträge zahlen, bevor die Kosten meiner Versicherung gedeckt sind?“. Das müssen sicher Jahre sein. Aber vielleicht wissen Sie es besser und können mir helfen.

Wieso ich das wissen will? Das ist doch ganz klar. Ich habe noch immer die Idee, eine Rating-Agentur zu gründen. Dabei darf ich natürlich nicht zu billig sein. In diesem Sinne bin ich immer auf der Suche nach den „wahren Kosten“. Bitte sehen Sie ab, von Empfehlungen, die IT in die „echte“ Cloud zu verlagern. Das wäre verlockend, aber die Rechtssituation bezüglich der Kundendaten ist mir dann doch zu heikel. Aber andererseits … ich bin ja kein Versicherer … also vielleicht doch?

Ihr Michael Pauly

 

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Meine analystische Rating-Agentur

Two dragons holding a crystal ball (19th centu...

Blick in die Zukunft gefällig? Image via Wikipedia

Inzwischen ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und mein Entschluss eine Rating-Agentur zu gründen, besteht immer noch! Ganz im Gegensatz zu einigen anderen mehr oder weniger brauchbaren (guten) Vorsätzen, die mir an Silvester durch den Kopf gingen.

Um vernünftig zu raten (man beachte das deutsch-englische Wortspiel ;-)), brauche ich eine „solide“ Grundlage. Also, was liegt da näher, als im harten gedanklichen Für und Wider ohne Scheu von Kosten und Mühen eine profunde theoretische Basis zu schaffen? Sie sagen, ich brauche – philosophisch korrekt – jemanden, der mir mit Antithesen auf die Sprünge hilft? Ok, ich nehme die Weisheit der Crowd in der Cloud. Dazu noch ein gutes Glas Rotwein – et voila: die Bewertungen, fertig!

Und wenn ich schon dabei bin, wage ich auch gleich, quasi als Abfallprodukt, einen Blick in die Zukunft. Also schaue ich mal in die Glaskugel, bietet sich ja immer zu Begin eines Jahres an. Mmmh, was könnte denn 2012 so kommen? Was genau kommen wird, weiß natürlich nicht einmal ich. Fragen Sie mich im Dezember nochmal ;-).

Aber eins ist klar. Die Zukunft gehört den Daten. Sei es den großen Datenmengen – sprich Big Data –oder den offenen für jeden zugänglichen Daten – sprich Open Data. Das eine, weil niemand mehr etwas löscht. Wieso denn auch, solange Speicherplatz so günstig ist? Das andere, weil es hierzu bereits eine EU-Richtlinie gibt. Damit ist die erste Vorhersage gefunden:

  • Big Data & Open Data: Daten stehen in besonderem Fokus der IT

Und wie komme ich jetzt ran an meine Daten bzw. wie produziere ich diese? Nichts einfacher als das. Ich greife zu iPhone & Co. und schon sind Bild, Video oder Blog-Kommentar online – und in der großen, weiten Welt des Internet verfügbar. Das ist viel einfacher, als zuerst den PC zu starten und dann … Ergo, die zweite Vorhersage lautet:

  • Smartphones werden den PC verdrängen

Das Ganze mache ich natürlich nicht nur in meiner Freizeit so. Wieso denn sich auch nur hierauf beschränken? Genauso kann ich doch auch beruflich agieren. Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht ;-). Dazu nehme ich dann mein Smartphone etc. mit ins Büro. Und was soll ich sagen? Damit sind wir bei  BYOD (bring your own device). Das Ganze noch in einen schönen Satz verpackt und da ist sie. Die dritte Vorhersage für 2012:

  • Zunehmende Verschmelzung von Consumer und Business IT. BYOD ist nicht mehr aufzuhalten.

Drei Vorhersagen sind gut; doch das Bessere ist der Feind des Guten (oder war’s andersherum? ;-)) – also vier. Was liegt da näher, als den Megatrend aus 2011 nochmals aufzugreifen und weiterzudenken. Also würze ich mit einer Prise Cloud Computing. Denn die Welt spricht Cloud, oder? Damit steht auch die vierte Vorhersage fest:

  • Cloud Computing wird erwachsen

So damit sind die vier Haupttrends für 2012 gefunden. Sie sehen: Es war wirklich nicht schwer 😉 und die Ergebnisse sind derart, dass sie sich, wenn nichts dazwischen kommt, auf jeden Fall mehr oder weniger bewahrheiten. Mal sehen, was die Zukunft wirklich bringt und wie es weiter geht. In diesem Sinne.

Ihr Michael Pauly

P.S.: Rater oder Analyst – langsam fällt mir die Wahl wirklich schwer … 😉 vielleicht versuche ich es doch als Supertalent – aber so ganz ohne Cloud bin ich da wohl aufgeschmissen.

 

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Ich gründe eine Rating-Agentur!

Lange habe ich es mir überlegt. Tagelang habe ich mit mir gerungen. Jetzt steht es endlich fest. Ich werde eine Rating-Agentur gründen! Warum, werden Sie fragen? Warum denn nicht, antworte ich. Rating-Agenturen sind doch was Feines. Sie stehen (fast) immer irgendwie im Mittelpunkt, sie werden immer nach ihrer Meinung gefragt. Und wenn man sie nicht direkt fragt, dann bringen sie irgendwie doch ihre Meinung ein.

Und noch ein wichtiger Punkt: Es gibt (noch) keinen Stresstest für Rating-Agenturen. Und so wie es jetzt aussieht wird es diesen auch nicht geben. Denn was sollte da auch gestresst werden ;-).

Jetzt bleibt noch die Frage zu klären: Was muss ich eigentlich als Ratinger (oder sagt man Rater) wissen oder können? Ein Blick auf bekannte (und berühmte) Rating-Agenturen aus dem Finanzsektor zeigt mir: Eigentlich brauche ich nichts weiteres als nur den gesunden Menschenverstand und vielleicht noch Google. Ein wenig Facebook ist meist auch nicht schädlich. Und auf jeden Fall noch jede Menge Cloud. Denn ohne Cloud geht heute nichts mehr!

Sie glauben mir nicht? Dann schauen Sie mal die Punkte an, die in den vergangenen Wochen immer wieder bei Herabstufungen und Bewertungen der bekannten Rating-Agenturen angeführt wurden. Alles Informationen, die man sowieso kennt oder die ich in weniger als 10 Minuten bei Google finden kann. Oder wussten Sie nicht, dass sich manche Staaten Geld leihen? Dass die Wirtschaft mehr oder weniger gut läuft? Dass…. Na sehen Sie? So schwierig ist das nicht ;-).

Vielleicht liegt es ja daran, wie ich die Informationen miteinander kombiniere. Das wird sicher mit in die „Bewertungsqualität“ eingehen. Aber das kann ich ja schließlich auch, oder? Und wenn ich hierfür noch eine App schreibe, dann könnte ich meinen Erfolg noch potenzieren.

Gibt es jetzt eigentlich noch etwas, was meiner eigenen Rating-Agentur entgegen steht? Nein, ich muss nur noch etwas finden, was ich bewerte und was gleichzeitig noch wichtig ist. Ich muss irgendetwas bewerten, wofür mir andere auch noch Geld geben. Also am besten irgendetwas, was entweder viel Geld kostet, wovon meist keiner Ahnung hat (oder zu haben glaubt), wo sich sonst keiner so richtig ran traut, …

Und was soll ich jetzt konkret bewerten? Hier taucht sich das erste wirkliche Problem für mich auf. Denn so richtig habe ich noch nicht meinen Hafen gefunden. Aber das Gute und Befriedigende ist für mich: dass ich das könnte. Wenn ich nur wollte ;-). In diesem Sinne und auch 2012 weiterhin auf der Suche…

Ihr Michael Pauly

P.S.: Vielleicht sollte ich in die Tiefen der Sozialen Netze abtauchen. Dort gibt es sicher noch manchen Schatz zu finden und auch zu heben ;-). 

 
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Verfasst von - 30. Dezember 2011 in Cloud Computing, Social Media

 

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