RSS

Schlagwort-Archive: Cloud Computing

Meine Cloud ist tot

„Mein Auto ist gestorben, es springt mich nicht mehr an. Obwohl ich schon geflucht hab, so laut wie ich nur kann …“ – ich kann es nicht besser ausdrücken als Fredl Fesl, der große Poet an der Gitarre. Ja gut, das war vor 30 Jahren, als das Auto im Graben lag und nicht mehr tat. Heute – Zeichen des digitalen Wandels – gibt es das natürlich nicht mehr. Oder besser gesagt: Wir haben Alternativen gefunden im Internet. Die menschlichen Reaktionen bleiben aber dieselben. Beruhigend zu sehen, dass sich manches – trotz dynamischerer Welt – nicht verändert.

Am Montag sollte unser lange vorbereiteter Blogpost bei der divia erscheinen: 60 Sekunden im Internet – mit eigener Infografik auf Basis umfangreicher eigener Recherchen. Steckte viel Arbeit drin und wir haben uns schon gefreut auf die Publikation. Aber dann war unser Web-Auftritt übers Wochenende verstorben. Die üblichen Prozesse liefen an.

Machen Sie mit mir also eine Zeitreise zurück zum 11. August. Anfrage an den Dienstleister: „Was ist da los?“ „Weiß ich nicht. Ah, siehe da, zwei Festplatten sind kaputt. Aller Voraussicht nach läuft das heute Mittag wieder. Dann spielen wir die Backups vom 3. August ein“. 3. August? Zum Glück haben wir den Post etwas langfristiger geplant. „Na prima, dann können wir ja heute noch publizieren“. Aber es kommt (natürlich), wie es kommen musste: Am Dienstag dasselbe Spiel, am Mittwoch … Mittlerweile ist Donnerstag – täglich grüßt das Murmeltier. Meine Homepage ist gestorben …*

Das Zeitalter der Cloud

Und das in einem Zeitalter, da sich alle IT-Dienstleister mit dem Label „Cloud“ schmücken. Jetzt habe ich wieder mal eine eigene Erfahrung „mit der Cloud“ gemacht – unersetzlich. Besser als alle theoretischen Diskussionen über dreifache Spiegelungen in verschiedenen redundant ausgelegten Rechenzentren in verschiedenen Zeitzonen, Ressourcenpools, adaptive Kapazitätsanpassung.

Natürlich schmücken sich viele Web-Anbieter mit einem Cloud-Label. Aber – und das ist der wichtige Merksatz heute – „aus der Cloud“ bedeutet noch lange nicht „auf Basis von Cloud (Computing Technologie) produziert“. Nur weil ein Dienst im Internet (der „Cloud“) verfügbar ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er technisch so konzipiert ist, dass er auch in jedem Fall funktioniert (und wir sprechen hier nicht von unerwarteten Lastspitzen, sondern nur von der Aufrechterhaltung des Betriebs einer einfachen Webseite bzw. deren Wiederherstellung). Oder anders gesagt: Eine Reduktion der Definition von Cloud Computing auf „network accessed“ trägt halt nicht. Ein zentrales Versprechen der Cloud-Befürworter war schon immer, dass keine Daten verloren gehen, weil das Internet ja nichts vergisst – um es zugespitzt zu formulieren …

Funktionstüchtigkeit ist aber die Erwartungshaltung von Nutzern an Webdienste. Eindrücklicher kann sich der Unterschied zwischen Cloud-gewaschenen Angeboten mit Sprachspielerei und der realen Abbildung von Cloudkonzepten kaum zeigen.

Leben mit Ausfällen der Cloud

Outages, Ausfälle bei Cloud-Anbietern, sind nicht ungewöhnlich. Nicht selten, aber auch nicht gerade an der Tagesordnung. Vielleicht sind wir deswegen so verwöhnt und fühlen uns beruhigt über Verfügbarkeiten von 99,9 Prozent. 2013 trugen sich auch Namen wie Amazon, Google, Microsoft in die Hitliste der Cloud-Ausfälle ein. Meist zog sich so was über Stunden oder Minuten hin. („Die Googlesuche war fünf Minuten nicht verfügbar …“) Am beeindruckendsten war der Ausfall von Verizon Terremark, der Obamas healthcare.gov ins Nirwana zog. Und dafür sorgte, dass HP sich künftig um die Infrastruktur für die Seite kümmern wird.

Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht gelingt es den Experten ja noch, unsere Seite wiederzubeleben oder die dann knapp einen Monat alten Backups aufzutreiben. Und wir berichten nicht über eine Sekunde im Internet, sondern über Wochen, an denen wir nicht am Internetleben teilgenommen haben.

Ich sollte nicht unfair sein: Die Webseite tut heute Morgen wieder. Allerdings stammt der aktuellste Post im Blogverzeichnis vom Januar. Und der Blog kennt mich nicht mehr. Und der Dienstleister teilt mit, dass alle unsere Inhalte seit Launch der Seite (Februar) wahrscheinlich unwiderruflich verloren sind. Wenn ich überlege, wie viel Zeit darin gesteckt hat … Einmal mehr zeigt sich, dass man den Schadensfall als Dienstleister planen sollte. Und dass Diskussionen über Verfügbarkeit, Disaster Recovery keine verschwendete Zeit sind – auch in Zeiten der Cloud.

Und – Danke, WordPress.com. Es hat seine Vorteile, keine eigene Domäne und keine eigene Installation zu haben.

 

Epilog

Zwei gestresst wirkende „Zwei“-Techniker betreten ein riesiges Archiv in einem Keller. Ort unbekannt. Sicherheit – sie verstehen.  „Wo sind denn die Backups abgeblieben? Schnell!“ Der Orang-Utan schwingt sich elegant mit gespitztem Mund um die Ecke. „Ugg“. Er deutet auf einen Stapel verschiedener Speichermedien in der Ecke. In der Tradition eines Wimmelbildes weist er auf einen Turm babylonischen Ausmaßes – USB-Sticks, Flashspeicher, Festplatten, ja sogar klassische Musik-Kassetten. Aus einigen Kassetten hängen die Magnetbänder, die sich großzügig im Wirrwarr verlieren … und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen sie noch heute …

Nachtrag 2

was sonst so geschah, während unsere Seite im Sterben lag. Ich wage gar nicht nachzurechnen, wie der Webverkehr durch unseren Seitenausfall eingebrochen ist 😉

infografik_2014_2

60 Sekunden im Internet

Werbeanzeigen
 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 14. August 2014 in Cloud Computing

 

Schlagwörter: , , ,

Ohne Cloud geht’s auch – aber nicht so gut

pirates-139211_640Einmal mehr bestätigt sich, dass man heute nicht mehr nachts in die dunklen Gassen der Großstädte gehen muss, um überfallen zu werden. Nein, heute können Sie gemütlich daheim sitzen – und der Räuber genauso. Sehr komfortabel 😉

Ran an die Enterhaken

16 Mio. E-Mail-Adressen haben Hacker kürzlich gekapert. Und damit können die Piraten* nun in 16 Mio. verschiedene Rolle schlüpfen, 16 Mio. E-Mail-Postfächer auswerten (was wohl ein Big Data Thema ist) und von 16 Mio. Postfächern Spam verschicken. Und was einem geschäftstüchtigen Hacker zum Thema Botnet noch so einfällt. Die könnten sogar auf die Ideen kommen, MEIN Passwort zu ändern und dann in MEINEM Namen den amerikanischen  Präsidenten zu beleidigen. Und dann wäre ICH ratzfatz Staatsfeind Nummer Eins. Uiuiui …

Erstmal schauen: Bin ich dabei?

Dankenswerterweise hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schnell reagiert und versucht, auf seiner Webseite für Transparenz zu sorgen. Nur einfach die E-Mailadressen eintragen und … ach halt, das geht ja gar nicht. Zumindest nicht zu Beginn. Als ich meine diversen Accounts prüfen wollte, fand ich lediglich das vor

bsitest

Cloud wär fein

Schien ein bisschen so, als ob da noch ein paar Leute mehr als ich die Idee hatten zu prüfen, ob sie betroffen sind. Und auch so ein Webserver ist nur ein Mensch … Verzeihung … eine Maschine mit endlichen Kapazitäten. Hätte man eigentlich vorher ahnen können, dass da ein paar Interessierte vorbeischauen. Das erinnert mich doch an was: Abfedern plötzlicher (und unerwarteter) Lastspitzen? Ah, die Cloud. Naja, wenn wir ehrlich sind, bietet auch die Cloud nicht „infinite resources“ (wie das mancher gerne formuliert). Unendlich ist halt nun mal ein großes Wort, das vor allem Mathematiker gerne verwenden, wenn sie nicht weiter wissen 😉

Aber Infrastrukturressourcen für den Einsatz als Webserver – das sollte die Cloud mittlerweile allemal bieten können. Fast auf Knopfdruck und für recht wenig Geld. In diesem Fall waren es aber wohl Sicherheitsbedenken, die gegen die Ressourcen aus einer Public Cloud sprachen. Oder Imageerwägungen: Ich kann mir die süffisanten Blicke schon vorstellen: „BSI setzt auf Cloud Computing von Amazon“. Das wäre ja sowas wie der Ritterschlag für die Public Cloud.

Wir sollten allerdings nicht vergessen: Der angebotene Dienst der Kaperungsidentifikation ist kein kritischer Dienst. Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen, genauso wie die Milch verschüttet ;).

Cloud oder Geduld – das ist hier die Frage

Ein paar Minuten später kam ich dann tatsächlich drauf und holte mir meine Codes zur Abfrage. Mit negativem Ergebnis. Also nichts passiert. Und vielleicht ist die Cloud doch auch nicht so wichtig. Manchmal muss man halt ein bisschen warten können. Aber das verlernen wir langsam durch das Web mit seinem Diensten, die IMMER verfügbar sind/sein müssen …

Für eine schnelle Reaktion wäre man ohnehin in seinem Postfach besser aufgehoben gewesen. Mal versuchen, ob man ran kommt und dann einfach mal das Passwort ändern. Schon ist das Problem grundlegend gelöst. Wenn’s geht. Und dann suchen wir eben mal ein anderes Passwort aus als qwertz, 123456 oder passwort. Hier gibt es noch ein paar Tipps für die schlechtesten Passworte des Universums.

Bis denne,
Euer/Ihr
Martin/ Reti

*damit meine ich nicht, die gleichnamige Partei. Das ist nur ein Synonym für die Kaperer.

 
Hinterlasse einen Kommentar

Verfasst von - 23. Januar 2014 in Cloud Computing

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Big Brother Siri?

Haben Sie es gewusst? Apple überträgt und speichert, sobald Sie Siri auf ihrem iPhone nutzen, Ihr persönliches Sprachprofil zu Apple und verarbeitet dieses dort. Was noch hinzukommt ist, dass die Daten dann auch noch dort – auf unbestimmte Zeit – gespeichert werden (Das soll so sein. Nachgesehen habe ich selbst dort noch nicht.).  Das geht doch jetzt gar nicht. Auf jeden Fall nicht für jemanden, der mit dem europäischen Datenschutzgedanken groß geworden ist. Einige Firmen sehen das bereits auch so und haben Siri von ihren dienstlichen Telefonen verbannt.

Aber, wenn ich mir jetzt die Sache noch einmal durch den Kopf gehen lasse, dann stellt sich mir die Frage: Was soll denn hierbei schiefgehen? Denn, eigentlich finde ich es gut, wenn IT einfacher zu handhaben ist und Services weiterentwickelt werden. Dazu trage ich dann auch meinen Teil gerne bei.

Bedenken habe ich meistens nur dann, wenn jemand anderes weiß, was ich gerade denke oder mache. Dann ist mir immer etwas unwohl. Aber dafür brauche ich doch Siri nicht, oder? Dieser Bereich ist im Internet doch schon lange nicht mehr vakant. Hierfür gibt es schließlich Google, Facebook & Co. Außerdem weiß mein Mobiltelefon – meist genauer und besser als ich – wo ich bin.

Dann bleiben noch immer die generellen Bedenken, dass „staatliche“ Stellen auf diese Daten zugreifen und diese nutzen können. „Man“ weiß zwar noch nicht genau wofür und weshalb, aber „Fakt“ ist, dass es so ist. Hierzu habe ich meine persönliche Meinung. Denn, da ich zurzeit nicht vorhabe, irgendwelche Verbrechen zu begehen – weder Kapitalverbrechen, noch Steuerhinterziehung – mache ich mir darüber keine Sorgen. Vor allem, da ich weiß, dass diese Daten, zwar gut verteilt, sowieso irgendwo im Netz verfügbar sind. Man muss diese nur finden. Auch diese Herausforderung wird demnächst mit Big Data gelöst sein ;-).

Also, was könnte getan werden? Da fallen mir auf Anhieb zwei Dinge ein. Zum einen könnte die Siri-Verarbeitung aufs Smartphone verlagert werden. Ein wenig Rechenleistung steht auf dem iPhone ja auch zur Verfügung (etwa 70 mal mehr als bei der ersten Mondlandung). Und wenn ich mit meinem Telefon spreche, sollte es in der Zwischenzeit sowieso nichts anderes tun, sondern mir zuhören ;-). Ein kleiner Nachteil dabei ist nur, dass Siri hierdurch nicht wesentlich weiterentwickelt werden kann. Und das ist – so mein Empfinden – noch notwendig.

Zum anderen könnte die Verarbeitung, in kleine Pakete zerlegt, verteilt in der Cloud verarbeitet werden. … Dann ist es allerdings auch wieder nur eine Frage der Zeit, bis jemand mit Big Data Methoden die Dinge wieder zusammensetzt. Und schon gingen die Bedenken (und das Geschrei) wieder von vorne los.

Interessant an der ganzen Diskussion ist für mich, dass das Verfahren und die Vorgehensweise bei Siri eigentlich jedem IT-ler klar sein muss, – die Sprachverarbeitung ist nicht neu, die hierzu benötigte und die begrenzte Rechenleistung von Smartphones bekannt, der Entwicklungsbedarf auch, … Das alles hat solange keinen gestört, bis es jemand  „öffentlich“ ausgesprochen hat. Naja, dasselbe Phänomen haben wir ja auch bei der aktuellen Olympia-Bekleidung der USA. …  plötzlich und völlig unerwartet stellte „man“ fest, dass diese in China gefertigt wurde.

Mein Fazit: Berechtigte Bedenken sind immer gut und müssen auch publik gemacht werden. Bedenken, nur um etwas dagegen zu haben, sollten jedoch nicht ungefiltert und unreflektiert weitergegeben werden. Oder wie sehen Sie das? Bin ich hier (als Europäer) zu unkritisch? Ich freue mich auf Ihre kritischen Kommentare.

Ihr Michael Pauly

 

Schlagwörter: , , ,

As Time goes by …

Nein, ich habe in den letzten Wochen keine Rating-Agentur gegründet, wie zu Beginn des Jahres angekündigt. Es gibt eine einfache Erklärung, warum Sie seit einiger Zeit nichts mehr von mir in diesem Blog gelesen haben. Mich hat das ganz normale „IT-Leben“ erfasst. Hier und da ein Projekt und zur Entspannung noch etwas CeBIT ;-). Naja, was soll ich sagen? Inzwischen hat mich der Alltag wieder. Auch die Umstellung der Uhr habe ich ganz locker weg gesteckt.

Nichtsdestotrotz, eine Ära neigt sich langsam dem Ende. Nein. Nicht was Sie jetzt vielleicht denken. Ich werde weiter auch an dieser Stelle bloggen. Aber einige Urgesteine der IT haben die Tastatur für immer aus der Hand gelegt. Als letztes Jack Tramiel der Gründer der Computerfirma Commodore.

Auch wenn ich mich jetzt als Non-Digital-Native oute. Ich weiß nicht nur, dass es einmal einen (damals im letzten Jahrtausend nannte man es schon Computer) Commodore C64 gab. Nein. Ich habe selber einen solchen besessen. Und was soll ich sagen? Auch damals haben wir die IT ständig optimiert. Im C64-Fall beispielsweise musste ich den „Brotkasten“ aufschrauben und konnte dann das Betriebssystem-ROM durch ein selbst gebranntes „neues“ OS-EPROM ersetzen. Natürlich auf einer selbst gelöteten Platine. Noch ein kleines Loch ins Gehäuse für den Drehschalter zur Umschaltung und schon war das „Tuning“ fertig. Das hört sich nicht nur einfach an, sondern ist es auch.

Vielleicht kennen einige von Ihnen das auch noch? Einen Monitor brauchte man damals nicht. Ein Fernseher reichte aus – mit Röhre, versteht sich ;-). Und um Programme und Daten zu speichern, reichte ein (modifizierter) Kassettenrecorder aus. Kassettenrecorder? Ja, das waren die Vorgänger der CD-Player, die wiederum die Vorgänger der MP3-Player waren, die wiederum die Vorgänger der Streamingdienste wie Spotify sind. Sie sehen: So war das IT-Mittelalter.

Wobei ich ehrlicher Weise zugebe: Eine Datasette hatte ich nie. Dafür ein Floppy-Disk-Laufwerk. Nein. Nicht 3,5 Zoll. 5,25 Zoll war damals das Maß aller Dinge. Und das flexible schwarze Ding verdiente den Namen „Floppy“ auch noch. Dafür konnte man, wenn der Locher an der richtigen Stelle angesetzt wurde, auch noch die Rückseite „bespielen“. Versuchen Sie das heute mal mit einem USB-Stick ;-).

Doch halt. Bevor ich jetzt ganz in die Vergangenheit abdrifte, bleibe ich doch lieber im Hier und Heute und somit in der Cloud. Vielleicht erlebe ich es ja, dass eines meiner Jugendspiele (im Originalgewand) auch dort läuft? Decathlon zum Beispiel oder ??? Das wäre doch mal eine Herausforderung an die Cloud ;-). Oder soll ich doch mal wieder meinen C64 entstauben und dann einen Blogpost schreiben, wie überlegen die altvorderen Rechner waren? 😉 Wie heißt es noch bei Casablanca so schön: „Play it again (Sam).“ In diesem Sinne.

Ihr Michael Pauly

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 16. April 2012 in Cloud Computing, Uncategorized

 

Schlagwörter: , ,

Das Versicherungs-Paradoxon

Und wie verdient man damit Geld?“ Manchmal wird spontan das Unternehmer-Gen in mir aktiv. Bei vielen Dingen weiß ich – sobald ich die Preise sehe – wie der Produzent oder Anbieter damit Geld verdient ;-). Aber vor ein paar Tagen hat mich ein Angebot doch wirklich erstaunt. Vielleicht können Sie mir dabei weiter helfen.

Nicht, dass Sie denken, ich hätte hier (mal wieder) etwas Besonderes entdeckt. Mitnichten. Ich durfte nur, wie in jedem Jahr, mit Tränen in den Augen meine Versicherungen bezahlen. Einige von Ihnen werden das kennen (sowohl die Tränen als auch das Bezahlen) ;-). Dabei hat ber verblüffenderweise nicht die x-te Preissteigerung mein Augenmerk auf sich gezogen. Nein. Mir ist der Preis meiner Haftpflichtversicherung ins Auge gesprungen.

Wieso?, werden Sie fragen. Das ist doch eigentlich der kleinste Posten auf meiner Versicherungsliste. Stimmt. Gerade deshalb. Wir reden hier über etwa 60 Euro pro Jahr (Vielleicht haben Sie ja noch ein günstigeres Angebot für mich ;-)). Damit müssen alle Kosten der Versicherung und auch mögliche Schäden abgedeckt sein.

Da ich mich ein wenig in der IT auskenne, weiß ich, was die Speicherung und Verarbeitung von Daten im Rahmen einer professionellen IT so etwa kostet. Dazu kommen noch ein paar Kosten für die Bewertung des Angebotes, wenn ich es abschließe. Das, so sagte man mir, machen immer noch Menschen. Und ein paar Mitarbeiter des Versicherungsunternehmens wollen sicher auch etwas Geld verdienen. Den Rest habe ich vorher ja im Internet erledigt. Wenn ich da alles, was mir so einfällt, zusammen zähle, dann bleibt nicht mehr viel übrig für mögliche Schadensfälle. Naja, vielleicht passiert ja auch nichts und es muss nichts ausgezahlt werden ;-). Wobei ich immer mir mit einem gewissen Respekt die maximalen Schadenssummen anschaue.

Wenn aber dann doch noch hin und wieder ein Schadensfall hinzu kommt, dann kann es sich ja wirklich nicht mehr rechnen. Dabei denke ich nicht an an die Schadenssumme, die hin und wieder gezahlt werden muss. Nein, im Schadensfall müssen ja wieder Menschen ran. So meine naive Vorstellung. Und selbst wenn ich nur einen Brief bekomme, dass dieser Schadensfall nicht gedeckt ist.

Zuerst dachte ich, dieses Phänomen wäre nur bei meiner Versicherung so. Aber, was soll ich sagen? Das scheint überall so zu sein. Habe ich hier vielleicht ein „Versicherungs-Paradoxon“ entdeckt. Wer weiß. Es gibt noch mehrere, denen dieses Phänomen aufgefallen ist. An prominentester Stelle kann ich hier Gunther Dueck nennen.

Am Ende bleibt bei mir noch die Frage offen. „Wie verdient man damit Geld?“. Oder besser gesagt: „Wie lange muss ich meine Beiträge zahlen, bevor die Kosten meiner Versicherung gedeckt sind?“. Das müssen sicher Jahre sein. Aber vielleicht wissen Sie es besser und können mir helfen.

Wieso ich das wissen will? Das ist doch ganz klar. Ich habe noch immer die Idee, eine Rating-Agentur zu gründen. Dabei darf ich natürlich nicht zu billig sein. In diesem Sinne bin ich immer auf der Suche nach den „wahren Kosten“. Bitte sehen Sie ab, von Empfehlungen, die IT in die „echte“ Cloud zu verlagern. Das wäre verlockend, aber die Rechtssituation bezüglich der Kundendaten ist mir dann doch zu heikel. Aber andererseits … ich bin ja kein Versicherer … also vielleicht doch?

Ihr Michael Pauly

 

Schlagwörter: , ,

Meine analystische Rating-Agentur

Two dragons holding a crystal ball (19th centu...

Blick in die Zukunft gefällig? Image via Wikipedia

Inzwischen ist das neue Jahr schon ein paar Tage alt und mein Entschluss eine Rating-Agentur zu gründen, besteht immer noch! Ganz im Gegensatz zu einigen anderen mehr oder weniger brauchbaren (guten) Vorsätzen, die mir an Silvester durch den Kopf gingen.

Um vernünftig zu raten (man beachte das deutsch-englische Wortspiel ;-)), brauche ich eine „solide“ Grundlage. Also, was liegt da näher, als im harten gedanklichen Für und Wider ohne Scheu von Kosten und Mühen eine profunde theoretische Basis zu schaffen? Sie sagen, ich brauche – philosophisch korrekt – jemanden, der mir mit Antithesen auf die Sprünge hilft? Ok, ich nehme die Weisheit der Crowd in der Cloud. Dazu noch ein gutes Glas Rotwein – et voila: die Bewertungen, fertig!

Und wenn ich schon dabei bin, wage ich auch gleich, quasi als Abfallprodukt, einen Blick in die Zukunft. Also schaue ich mal in die Glaskugel, bietet sich ja immer zu Begin eines Jahres an. Mmmh, was könnte denn 2012 so kommen? Was genau kommen wird, weiß natürlich nicht einmal ich. Fragen Sie mich im Dezember nochmal ;-).

Aber eins ist klar. Die Zukunft gehört den Daten. Sei es den großen Datenmengen – sprich Big Data –oder den offenen für jeden zugänglichen Daten – sprich Open Data. Das eine, weil niemand mehr etwas löscht. Wieso denn auch, solange Speicherplatz so günstig ist? Das andere, weil es hierzu bereits eine EU-Richtlinie gibt. Damit ist die erste Vorhersage gefunden:

  • Big Data & Open Data: Daten stehen in besonderem Fokus der IT

Und wie komme ich jetzt ran an meine Daten bzw. wie produziere ich diese? Nichts einfacher als das. Ich greife zu iPhone & Co. und schon sind Bild, Video oder Blog-Kommentar online – und in der großen, weiten Welt des Internet verfügbar. Das ist viel einfacher, als zuerst den PC zu starten und dann … Ergo, die zweite Vorhersage lautet:

  • Smartphones werden den PC verdrängen

Das Ganze mache ich natürlich nicht nur in meiner Freizeit so. Wieso denn sich auch nur hierauf beschränken? Genauso kann ich doch auch beruflich agieren. Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht ;-). Dazu nehme ich dann mein Smartphone etc. mit ins Büro. Und was soll ich sagen? Damit sind wir bei  BYOD (bring your own device). Das Ganze noch in einen schönen Satz verpackt und da ist sie. Die dritte Vorhersage für 2012:

  • Zunehmende Verschmelzung von Consumer und Business IT. BYOD ist nicht mehr aufzuhalten.

Drei Vorhersagen sind gut; doch das Bessere ist der Feind des Guten (oder war’s andersherum? ;-)) – also vier. Was liegt da näher, als den Megatrend aus 2011 nochmals aufzugreifen und weiterzudenken. Also würze ich mit einer Prise Cloud Computing. Denn die Welt spricht Cloud, oder? Damit steht auch die vierte Vorhersage fest:

  • Cloud Computing wird erwachsen

So damit sind die vier Haupttrends für 2012 gefunden. Sie sehen: Es war wirklich nicht schwer 😉 und die Ergebnisse sind derart, dass sie sich, wenn nichts dazwischen kommt, auf jeden Fall mehr oder weniger bewahrheiten. Mal sehen, was die Zukunft wirklich bringt und wie es weiter geht. In diesem Sinne.

Ihr Michael Pauly

P.S.: Rater oder Analyst – langsam fällt mir die Wahl wirklich schwer … 😉 vielleicht versuche ich es doch als Supertalent – aber so ganz ohne Cloud bin ich da wohl aufgeschmissen.

 

Schlagwörter: , , ,

Ich gründe eine Rating-Agentur!

Lange habe ich es mir überlegt. Tagelang habe ich mit mir gerungen. Jetzt steht es endlich fest. Ich werde eine Rating-Agentur gründen! Warum, werden Sie fragen? Warum denn nicht, antworte ich. Rating-Agenturen sind doch was Feines. Sie stehen (fast) immer irgendwie im Mittelpunkt, sie werden immer nach ihrer Meinung gefragt. Und wenn man sie nicht direkt fragt, dann bringen sie irgendwie doch ihre Meinung ein.

Und noch ein wichtiger Punkt: Es gibt (noch) keinen Stresstest für Rating-Agenturen. Und so wie es jetzt aussieht wird es diesen auch nicht geben. Denn was sollte da auch gestresst werden ;-).

Jetzt bleibt noch die Frage zu klären: Was muss ich eigentlich als Ratinger (oder sagt man Rater) wissen oder können? Ein Blick auf bekannte (und berühmte) Rating-Agenturen aus dem Finanzsektor zeigt mir: Eigentlich brauche ich nichts weiteres als nur den gesunden Menschenverstand und vielleicht noch Google. Ein wenig Facebook ist meist auch nicht schädlich. Und auf jeden Fall noch jede Menge Cloud. Denn ohne Cloud geht heute nichts mehr!

Sie glauben mir nicht? Dann schauen Sie mal die Punkte an, die in den vergangenen Wochen immer wieder bei Herabstufungen und Bewertungen der bekannten Rating-Agenturen angeführt wurden. Alles Informationen, die man sowieso kennt oder die ich in weniger als 10 Minuten bei Google finden kann. Oder wussten Sie nicht, dass sich manche Staaten Geld leihen? Dass die Wirtschaft mehr oder weniger gut läuft? Dass…. Na sehen Sie? So schwierig ist das nicht ;-).

Vielleicht liegt es ja daran, wie ich die Informationen miteinander kombiniere. Das wird sicher mit in die „Bewertungsqualität“ eingehen. Aber das kann ich ja schließlich auch, oder? Und wenn ich hierfür noch eine App schreibe, dann könnte ich meinen Erfolg noch potenzieren.

Gibt es jetzt eigentlich noch etwas, was meiner eigenen Rating-Agentur entgegen steht? Nein, ich muss nur noch etwas finden, was ich bewerte und was gleichzeitig noch wichtig ist. Ich muss irgendetwas bewerten, wofür mir andere auch noch Geld geben. Also am besten irgendetwas, was entweder viel Geld kostet, wovon meist keiner Ahnung hat (oder zu haben glaubt), wo sich sonst keiner so richtig ran traut, …

Und was soll ich jetzt konkret bewerten? Hier taucht sich das erste wirkliche Problem für mich auf. Denn so richtig habe ich noch nicht meinen Hafen gefunden. Aber das Gute und Befriedigende ist für mich: dass ich das könnte. Wenn ich nur wollte ;-). In diesem Sinne und auch 2012 weiterhin auf der Suche…

Ihr Michael Pauly

P.S.: Vielleicht sollte ich in die Tiefen der Sozialen Netze abtauchen. Dort gibt es sicher noch manchen Schatz zu finden und auch zu heben ;-). 

 
6 Kommentare

Verfasst von - 30. Dezember 2011 in Cloud Computing, Social Media

 

Schlagwörter: , , ,