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Social Media: Feuer und Wasser

Wasser auf brennendes Fett„Tu niemals Wasser in die Säure, sonst geschieht das Ungeheure“, haben wir damals im Studium gelernt – genauso wie jeder Hobbykoch ermahnt wird, brennendes Fett nicht mit Wasser zu löschen.

Die digitalen Komponenten für solche Zusammenstöße sind im Netz latent vorhanden. In der Regel existieren sie aber aneinander vorbei. Aber wenn sie einander begegnen, dann erleben wir ein Feuerwerk der Interaktion. Unsere Grundhaltungen bewegen uns am intensivsten und nachhaltigsten – und die Pseudonymen-Maske, die ich mir aufsetzen kann, ermöglicht mir, ungeschminkt Stellung zu nehmen. Das lehrt uns Youtube 😉

Zwei Themen haben mich dieser Tage beschäftigt: Da war zum einen das Schittstürmchen, das über Weleda herzieht und zum zweiten der Blogpost der Woche von Stefan Niggemaier. Wenn man lange genug sucht, dann kann man (also ich) auch einen gemeinsamen Nenner finden – außer der Tatsache, dass sich die Diskussionen in den Weiten der elektronischen Welt abspielen: Das ist das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Ideologien.

107 mögen Weleda … -Kritik

Im Fall von Weleda fällt der Startschuss durch Jens Lubbadeh von der Süddeutschen Zeitung, der unsaubere Praktiken in der Homöopathie ankreidet. Und Facebook-Nutzer Stefan Kirsch postet den Link einfach mal auf die Weleda-Seite. Zum Glück für Weleda hat das Unternehmen bereits auf die Chronik umgestellt und so erscheint der Beitrag nur (wenig prominent) in den „Beiträgen anderer Nutzer“ – erzeugt aber immer noch 107 Likes, 62 Kommentare und wird 24-mal geteilt (Stand Freitag morgen). Dass sich „die Skeptiker“ an der Diskussion beteiligen, soll hier nur eine Fußnote sein. Natürlich weckt so ein Angriff auch die schlafenden Hunde, die dann gern zu bellen beginnen 😉

In diesem Fall aber bleibt die ganz tiefe ideologische Diskussion aus – auch wenn hie und da ein paar kritische Töne auch zur Vergangenheit von Weleda und die Seriosität der Homöipathie angestimmt werden. Vielleicht weil sich – möglichwerweise zum Glück – keiner der über 20.000 „Fans“ einmischt.

Wie in der Familie

Eine zweite Diskussion, in der die ideologischen Fronten aufeinander prallen, hat Stefan Niggemaier in seinem sehr lesenswerten Blogpost angezettelt. Oder war es Christoph Keese vom Springer-Konzern? Ich spare mir an dieser Stelle den Vergleich eines genervten Vaters zweier Kinder …

Nachdem ACTA nun endgültig ad acta ist, was nicht nur zum Aufatmen im Web sorgte, sondern den digitalen Regulationsfeinden einen gewissen Einfluss auf politische Entscheidung attestiert, geht nun die Diskussion um das Leistungsschutzrecht in die nächste Runde. Und da wollen die Verlage (sehr verallgemeinernd gesprochen) sich nach einem gerontokratischen Prinzip Pfründe sichern. Das Motto lautet. „Ich war zuerst da und ich bin im Recht“ – vielleicht kennen Sie die Argumentationskette (s.o.) 😉

Was sich für mich aus der Diskussion herauskristallisiert, ist der Anspruch, dass Google sich den Wünschen der Verlage unterordnen soll. Ich versuche es mal einfach zu schreiben: Suche ja, Indexierung ja, aber nach unseren Bedingungen. Und die lauten: „Ihr bezahlt uns, wenn ihr uns erwähnt“. Das ist nichts anderes als der Versuch, aus dem bestehenden „Content“ das Maximum an Gewinn herauszuziehen, das Geschäftsmodell zu erweitern. Also nicht nur Pfründe sichern, sondern im Gegenteil sogar auf einfache Weise von den „neuen digitalen Märkten“ profitieren – über den Umweg eines Gesetzes. Clevere(Geschäfts-)Idee.

Der (nicht unerhebliche) Mehrwert-Dienst, den Google für die Verlage erbringt, wird billigend und gerne kostenlos entgegen genommen. Für den muss man natürlich nichts bezahlen. Wie wäre es, wenn Google Gleiches forderte: Wenn Verlage gelistet werden wollen, dann müssen sie dafür bezahlen? Das wäre doch wohl nichts anderes als fair (aus der Sicht eines Laien, der ich bin). Dabei hätte das so eine schöne Partnerschaft werden können …

Natürlich stellen sich die Feinde der Bild auf die Googleseite und die Feinde der (wirtschaftlich erfolgreichen) Datenkrake Google auf die Seite der „deutschen Verleger“, die um ihre Rechte betrogen werden – oder klarer ausgedrückt, um Geld, von dem sie denken, es gehört ihnen 😉 Es gibt für den Neutralen genügend Gründe jeweils Position zu beziehen.

Die Argumentationsketten und Verhaltensmuster wirken auf mich ein wenig archaisch. Für jeden, der sich im Netz aber öffentlich bewegen will, bedeutet das zweierlei: Die passenden ideologischen Gräben und deren Protagonisten genau zu kennen und nie aufzuhören, ans Geld zu denken …

Mit besten Grüßen
Ihr/ Euer
Martin/ Reti

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Verfasst von - 6. Juli 2012 in Social Media

 

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Rätsel: Harry, der Bissige

Hägar the Horrible

Hägars Alter Ego? (Photo credit: scott_kirkwood)

Unruhige Zeiten waren das damals, als Politik noch mit Schwert, Dolch, Flotten und Heirat gemacht wurde. Gerade in Nordeuropa hausten da raue Gesellen, die schwangen sich gerne mal in Hägar-Manier auf die Schiffe und trieben in der Fremde dies und das ein, was sie nicht im Supermarkt um die Ecke finden konnten, beispielsweise neue Ländereien. Der Gesuchte fuhr aber nicht immer bis Westeuropa; manchmal tat es auch ein Besuch in der Nachbarschaft. Nunja, er war kein Kind von Traurigkeit: Nach der Ermordung seines Neffen erklärte er sich zum König des Nachbarlandes. Aber die Geister, die er rief … hätte er sich nur mal besser um die Erziehung seiner Kinder gekümmert. Dann wäre ihm erspart geblieben, dass sein Sohn ihn vom Thron stieß. Der bärtige Sohn hat dann mit der Invasion in England ernst gemacht und grob gesprochen hatte eine Zeitlang  einer seiner Untertanen das Sagen in England – zumindest in einem wichtigen Bereich. Den Namen dieses „Untertanen“ trägt eine Firma, der Gründervater Harry eine Technologie gewidmet hat. Damit schließt sich der drahtlose Kreis. Wie heißt der dunkle Häuptling aus dem Norden, der nach einem Körperteil benannt ist? Drahtlos ist übrigens der Hinweis, mit dem man am schnellsten in Ziel kommt, besonders weil Göran ja nicht mehr in Amt und Würden ist.

 
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Verfasst von - 3. Juli 2012 in Quiz

 

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Rätsel: Überirdischer Beistand

English: Ricardo Zamora in Espanyol

Da isser im Einsatz (Photo credit: Wikipedia)

War das der schwärzeste Tag seiner Karriere? Seine Leistung im Nationaltrikot war indiskutabel gewesen. Er, sonst sicherer Rückhalt seines Teams, hatte dreimal daneben gelangt, aber seine Sturmkollegen hatten gute Arbeit geleistet: Die übermächtige Fußballnation war besiegt – zum ersten Mal überhaupt in Kontinentaleuropa. Die Fußballnation vergab dem Göttlichen: Er hatte 90 Minuten mit einem gebrochenen Brustbein gespielt. Gut zwanzig Jahre nach seinem Karriereende setzte seine Heimat dem Helden ein Denkmal: Sie verleiht an den besten seiner Zunft einen Pokal mit dem Namen des Gesuchten.

„Eigentlich sollte es viel einfacher sein, einen Fußball zu fangen als eine Pelota-Kugel“, so lautete seine Logik, als er beschloss, das Fußballspielen zu beginnen. Bereits vier Jahre später stand er erstmals im Kasten, zwei Jahre später eroberte er mit dem Nationalteam eine Bronzemedaille bei Olympia (oder war es eine silberne?). Politisch bedingt brachte er es nur auf eine WM-Teilnahme. Dort blieb man zwar gegen Brasilien Sieger, aber im Viertelfinale war dennoch Schluss, weil Italien die einzig Sieg bringende Strategie gegen den Kettenraucher einsetzte: Sie traten ihn zusammen. Wie heißt der weltbeste Torhüter der 20er und 30er Jahre, der für zwei Spiele auch Trainer der Nationalmannschaft war?

 
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Verfasst von - 26. Juni 2012 in Quiz

 

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Rätsel: Berittes Militär, torgefährlich

English: Alfredo di Stéfano and Ferenc Puskás ...

Franz mit seinem Kumpel Alfred (Photo credit: Wikipedia)

„Schau Dir diesen fetten kleinen Typen an. Die drehen wir durch den Wolf“, raunten die Gastgeber einander zu. 90 Minuten später hatten die Olympiasieger dem Löwen in seiner eigenen Höhle den Zahn gezogen. Und als der Löwe auszog sich zu rächen, zog man ihm auch noch das Fell ab. Bitte, bitter. Der GEsuchte hatte jedes Mal großen Anteil an der Demütigung. Das größe, was es in seiner Zunft zu gewinnen gibt, blieb ihm aber auch bei zwei Anläufen – übrigens für verschiedene Mannschaften – verwehrt. Das erste Mal tragisch, das zweite Mal blamabel. Dabei war am Anfang alles wie ein Traum, geradezu magisch. Sein Dreamteam verlor vier Jahre lang kein Spiel. Und dann kamen erwiesen sich wieder mal die Deutschen als Spielverderber.

Während eines Ausflugs mit seinem Verein nach Südeuropa veränderte sich die politische Wetterlage in der Heimat. Franz aber blieb, wo er gerade war und sollte erst viele Jahre später wieder zurückkehren. Ein dicker Stürmer über 30 – den konnte doch niemand gebrauchen. Oder doch? Ein königlicher Club griff zu und zog das große Los: sechs nationale Meisterschaften, zweimal Gewinn der Champions League inklusive einer kleinen Rache an Deutschland. Der Sturmpartner von Alfredo di Stefano wurde viermal Torschützenkönig in seiner Wahlheimat, mit der er auch nach Chile fuhr. Dort aber sank sein Stern. Wie hieß der Stürmer, der mit zwei verschiedenen Nationalmannschaften bei Weltmeisterschaften antrat?

 
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Verfasst von - 19. Juni 2012 in Quiz

 

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